Also mir ist es persönlich völlig Wurst wer schwul, bi, oder sonst was ist. Jeder soll machen was er will, solange, so oft und so verrückt er nur kann. Das ist in Ordnung. Ich richte mich da eigentlich nach der Natur- dort gibt es homosexuelle Tiere, warum also nicht auch bei uns…

Die einzigen No Go Punkte sind für mich wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren, finanzielle Vorteile aus der Ehe schlagen, oder aber finanzielle Vorteile aus dem Tod des Partners in Form von Witwerrente erhalten wollen. Diese drei Punkte widersprechen meines erachtens der Natur.

Jetzt bin ich aber auf einen Punkt gestoßen den ich so in Deutschland nicht für möglich gehalten hätte.
Homosexuelle Männer dürfen in Deutschland kein Blut spenden. Man muss sich das mal vorstellen. Es gibt so viel Bedarf an Blut, Organen oder Knochenmark und tatsächlich wird trotz allem Klagen, mit dem Hypokratischen Eid gebrochen und verfügbares Blut einfach nicht angenommen…

Wer sich weiter belesen oder helfen will kann das hier, oder wahrscheinlich beim Verein Schwules Blut e.V.

Unstillbar war der Hunger der EU Politik in den letzten Jahren nach noch mehr Landgewinn, noch mehr Macht, noch mehr Untertanen. Der Wahnsinn der EU Erweiterungen kannte keine Grenzen. Wenn es genug Bewerber gegeben hätte, würde die EU, heute schon längst von Feuerland bis Südafrika reichen.

Es gab genügend EU Kritiker, wie auch mich, die immer riefen, das die EU schon längst zu überladen sei mit viel zu schwachen Nationen, die noch selbst in einem viel zu frühen Entwicklungstadium steckten. Aber es herrschte die heute vielerseits verschriehene Zockermentalität. Man nahm lieber riskante Erweiterungen in Kauf, in der Hoffnung dass wenn sich diese Nationen dann prächtig entwickeln sollten, die ganze EU dann davon profitieren könne. Dieser Gedanke klingt zwar auf den ersten Gedanken löblich, aber eben nicht wenn als Preis dessen 3-4 starke Länder 20 zu finanzieren haben.

Heute schreiben wir eine andere Zeitrechnung. Die Finanzkrise verwandelt die EU in eine Flammenhölle der Not. Einige Nationen stehen am Rande von schweren Unruhen, wieder andere vorm direkten Staatsbankrott. Das gute alte Europa versucht noch immer zu beschwichtigen, tut dabei als sei es in der Lage, die vielen dutzend vom Bankrott bedrohten Großkonzerne retten zu können. Erst letzte Woche sprach die in Europa zustände Stelle davon den Fond zur Rettung der von Staatsbankrott bedrohten Staaten um 300 Mrd. EUR aufgestockt zu haben und damit jede Gefahr gebannt sei. Eine Woche später muss eine Reihe osteuropäischer Staaten (wie seit langem zu erwarten war) um Hilfe der EU Bitten. In einer Summe jedoch die eben diesen Fond bereits wieder um die aufgestockte Summe auskehren würde. Und was tut good old Europe? Es lehnt ab. Es bestand zwar der Wunsch sich um die Neuaufgenommenen Nationen bereichern zu wollen, doch bei der Entscheidung ob man eine ganze Volkswirtschaft vorm Bankrott rettet oder lieber erst mal einen Arbeitsplatz im eigenen Land (wenn Wahljahr ist), herrscht die Devise- jeder ist sich selbst der nächste.

Nichts mehr da vom 60jährigen Kerngedanken der EU, der sich Brüderlichkeit, Frieden und Nähe auf die Flaggen geschrieben hatte?

Mehr als 1.000 Menschen kamen bisher bei den Anhaltenden Drogenkämpfen in Mexiko ums Leben. Dabei handelt es sich indiskutabel mehrheitlich um im Einsatz gefallene Polizisten, oder Zivilisten. Diese 1.000 Opfer gibt es nur, weil zum Beispiel deutsche Politiker mit Kokain verhaftet werden. Dort, fernab in Südamerika, tobt eine von uns kaum wahrgenommene Schlacht um Drogen die in der EU und USA Milliardenwert haben. Solange hier keine effektive Bekämpfung des Drogenhandels stattfindet, solange „rechnet“ es sich für die Drogenbosse dort, noch Menschenleben zu opfern.

Mehrere tausend Opfer kostete im letzten Jahr die Flüchtlingsbewegung des afrikanischen Kontinents in das gelobte Land Europa. Verantwortlich für die Todesopfer sind jedoch nicht etwa Stürme auf dem Mittelmeer sondern die EU Politik in doppeltem Maße. Zum einen beschneidet die europäische Agrar- Fischerei- und Förderpolitik die Selbstbestimmung und Entwicklung des schwarzen Kontinents, zum anderen sorgt die aggressive Abschottungspolitik dafür dass nur ein Bruchteil der Flüchtlinge eine Überlebenschance hat. In extrem überfüllten Lagern, wie dem italienischen Lampedusa, vegetieren so mehr als 1.000 afrikanische Flüchtlinge bei erschütternden Bedingungen vor sich hin. Ausbruchsversuche werden stets niedergeknüppelt und geschossen. Auch ein letzte Woche ausgebrochenes Flächenfeuer in einem der Lager sorgte zwar für viele Verletzte doch nicht für einen Aufschrei in der Bevölkerung.

All dies sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit als direkte Folge der EU, doch wisst ihr was wirklich europäisch ist? Wir schieben diesen ganzen Quatsch zur Seite und kümmern uns erst mal um die 1.000 Tote im Gaza Krieg. Wir haben damit zwar nicht die Bohne zu tun, doch muss es doch möglich sein auch nur einem der toten seine Kalaschnikow zu entreißen um ihn so als definitiv ziviles Opfer ausweisen zu können. Dann können wir uns endlich hinstellen und von unseren Verfehlungen ablenken in dem wir sagen „also die Demokratie dort, die ist Böse, die tötet…“