Schon daran das zum dritten Mal in wenigen Tagen ein Post mit der Aussage „fertig“ beginnt, kann man erkennen das sich wieder ein Jahr dem Ende neigt. Nach einer wilden Gesellschafterversammlung am Montag, einem noch wilderen Ausblick auf das Jahr 2009 und ein paar kleineren Bürodingen die liegen geblieben waren, heißt es für mich jetzt auch- endlich FREI- 2 Wochen Urlaub….

Das ist doch mal ne News die einen Post Wert ist, oder? 🙂

Der gestrige „Schuhattentäter“, der George W. Bush im Irak mit seinen Schuhen beworfen hatte, wird von den deutschen Medien zum „Nationalheld“ des Iraks erhoben.
Es ist mir ein Bedürfnis diese abnorm dumme und äußerst antidemokratische, demagogische Darstellung der deutschen Medien auch nur einer Handvoll Lesern zu korrigieren.

Es stimmt zwar, dass der rechtsradikale, politische Flügel des Iraks, den Schuhwerfer unterstützt, doch spiegelt dies keinesfalls die Meinung des Landes wieder. Im Gegenteil sind die Masse der Irakischen Stimmen eher in folgendem O-Ton zu vernehmen:
„Er (der Schuhwerfer) ist eine Schande für den Irak/ Journalismus“

Meines Erachtens sollten sich die europäischen Medien langsam mal ein wenig zusammen nehmen. Die Lage in Europa ist viel zu explosiv, anstatt das man sich es hier leisten könnte mal eben ein Attentat (wenn auch ohne Schaden und wenn auch nur mit einem Schuh), zu glorifizieren und Darstellungen über Sicherheitslagen zu verdrehen.

Vielleicht sollte man den Leuten lieber zeigen wie ein Iraker vor und nach George Bush gelebt hat. Dann würde vielleicht auch wieder ein wenig Respekt vor der Demokratie und seinen Verteidigern erwachsen…

Es war einmal ein kleines Dorf auf dessen Marktplatz eines Tages ein Fremder erschien und laut bekannt gab, dass er für jedes gefangene Eichhörnchen 10 Euro bezahlen würde.

Die Leute aus dem Dorf wussten, dass es große Mengen an Eichhörnchen in ihren Wäldern gab und sie machten sich fleißig auf, die Tiere zu fangen und der Fremde kaufte tausende davon auf. Doch irgendwann gab es immer weniger Eichhörnchen und es wurde schwieriger welche zu fangen, so dass die Dorfbewohner wieder ihrer normalen Arbeit nachgingen.

Da gab der Fremde bekannt, dass er ab sofort die Eichhörnchen für 20 Euro pro Stück kaufen würde und erneut zogen die Leute des Dorfes auf die Jagd nach den flinken Baumbewohnern.

Bald gab es wirklich kaum noch Eichhörnchen und nach einer weiteren Erhöhung des Angebots durch den den Fremden auf 25 Euro pro Stück, gab es gar keine mehr und die Menschen gingen zurück auf ihre Felder und zu ihren Bauernhöfen.

Jetzt stellte sich der Fremde auf den Marktplatz und rief, dass er ab sofort 50 Euro pro Eichhörnchen zahlen würde. Aber, da er dringend in die Stadt müsse, werde sein Assistent in der Zwischenzeit die Geschäft für ihn übernehmen. Gesagt, getan.

Doch als der Assistent am nächsten Tag auf dem Marktplatz die Dorfbewohner zusammenrief hatte er eine n neuen Plan. Er hob die Plane von den Käfigen in denen alle Eichhörnchen gefangen waren und rief:
„Ich verkaufe euch die Tiere für 30 Euro pro Stück.“
Ein wütendes Gemurmel ging durch die Menge. „Aber!!“ rief der Helfer weiter.
„Aber!!! Wenn mein Chef morgen aus der Stadt zurück kehrt, könnt ihr ihm die Tiere für 50 Euro pro Stück wieder verkaufen.“

Die Dorfbewohner rasten los, kratzten alles Geld zusammen, das sie finden konnten und kauften alle Eichhörnchen für ein paar Milliarden Euro zurück.

Den Fremden oder dessen Assistenten hat danach niemand wieder gesehen; dafür aber jede Menge Eichhörnchen.

Und jetzt geneigter Leser verstehen Sie, wie der Hilfsplan zur Rettung der Banken funktioniert…

Oder auch auf hochdeutsch „fertig!“ Das ist die Seite nämlich nun.
Ein besonderer Dank für unglaublich viele Stunden Anpassung und Feintuning, sowie die gesamte Installation geht an Sebastian Flemig. Seine Seite findet ihr hier: www.besuchermag.net

Für die Headergestaltung ein großer Dank an Claudia Beer und ihre kreative Ader.

Ich hoffe euch gefällt die Seite. Kommentiert doch mal was ihr davon haltet oder was noch verbessert werden müsste.

Gestern hatte ich eine kurze Unterhaltung zu den Ausschreitungen in Griechenland. Dabei fiel von einem der beteiligten mal wieder mein Lieblingsspruch:

„Sowas wird es bei uns nicht geben, sowas passiert hier nicht“

Es ist mir natürlich klar, dass nur die Anderen hungern, an Krebs erkranken, sterben oder Kriege erleben. Die eigene Existenz ist ständig viel zu perfekt um jedwede negative Veränderung zu erfahren. Doch sind die Einschläge der weltweiten Umwälzungen nicht schon bedrohlich nahe? Waren wir nicht alle schon einmal in Spanien, Frankreich oder Griechenland im Urlaub? Wissen wir denn nicht, dass diese Länder so normal sind wie Deutschland? Was dort passiert kann auch hier passieren, Beispiele finden wir schon heute in alltäglichen Ausschreitungen in Hamburg, oder Berlin. Hier ein paar Beispiele:

Zuerst das aktuelle geschehen in Griechenland:

nun ein aktuelles Video aus Köln, im selben Kontext:

oder auch hier ein älterer Zusammenschnitt aus Deutschland:

Vor fast genau einem Jahr versank Paris in bürgerkriegsähnlichen Zuständen, nur wenige Monate ist es her das Spanien im Chaos des Volkszorns erstickte, nun ist es Griechenland. Interessant- die Berichterstattung. Wenn man genau hinhört, hört man immer nur folgenden Kontext heraus:

„Jugendliche Randalierer zerstören aus Wut über den Tod eines Demonstranten Athen“

Nur wer zwischen den Zeilen liest und sich auch an anderen Stellen informiert, bekommt ein anderes Bild. Zum einen sind nämlich die „jugendlichen Randalierer“ eine Gruppe von mehr als 10.000 Menschen, die einen kompletten Schnitt durch die Gesellschaft darstellen. Demonstrationen als Reaktion auf die Ermordung eines Jugendlichen, durch einen durchgeknallten Polizisten, sind nur die jüngste Eskalationsstufe. Fakt ist aber, dass sich schon seit Monaten, teilweise dreiviertel der griechischen Arbeitnehmer in Streik befindet. Darunter Staatsanwälte, Richter, Lehrer, Arbeiter, Bauern, Ärzte, Schüler, Studenten, Piloten usw. usf. Die Menschen wollen auf die Missstände in ihrem Land aufmerksam machen und die Regierung einfach nur stürzen, beziehungsweise sich für einen radikalen Kurswechsel derselben einsetzen. Doch eben die angesprochenen Politiker überhören das. So wie damals das Politbüro in der DDR haben auch alle anderen europäischen Politiker eben den Faden zum realen Leben des Volkes verloren. Die Proteste in Spanien und Frankreich liefen auf denselben Kontext heraus. Das völlige auf Stur schalten der herrschenden griechischen Klasse zeigt deutlich, dass Demokratieverständnis des heutigen Politikers. Ähnliche Bilder können auch in der deutschen Politik, zum Beispiel an Figuren wie der des Herrn Schäuble oder der Fr. Ypsilanti,
nachvollzogen werden. Sie klammern an ihrer Macht und versuchen in einem Fort, die Grundfeste der Demokratie um des Machterhaltungstriebes willen zu untergraben

Ich bin grundsätzlich gesehen kein Linker, doch unterstütze ich die überwiegend von links initiierten Aufstände an vielen Brandherden Europas, denn eines steht für mich fest, wenn es in Griechenland klappt die Regierung zum Rücktritt zu zwingen, so kann das auch in Deutschland und anderswo geschehen.

Die Länder und ihre Gesellschaften sind sehr kaputt und am Ende. Eine Regeneration kann nur auf einen Neuanfang folgen, doch der Bedarf den Wechsel und dazu muss man den an ihren Sesseln festbetonierten Politikern zeigen, von wem alle Macht ausgeht- nämlich vom Volk!

Gestern hat ja das Bundesverfassungsgericht in einer allseits erwarteten Entscheidung, die von der Bundesregierung geänderte Pendlerpauschale, als verfassungswidrig gekippt. Nicht das mich das interessieren würde, ich bin die letzten 5 Jahre nie mehr als 35 Meter pro Tag gependelt, doch finde ich die Reaktionen und das Tohuwabohu um die Entscheidung als Realsatire der deutschen Politik.

Da wird nun also ein Gesetz, das von einer scheinbar total inkompetenten Politgauklertruppe verabschiedet wurde, mal glatt weg als verfassungswidrig anerkannt. Was hat das zu bedeuten? Kennen diese Kasper da oben noch nicht mal unsere Verfassung? Sollten wir sie daher vielleicht sicherheitshalber vom Verfassungsschutz beobachten lassen? Oder noch besser, sollte man die CDU, FDP, Grünen und SPD gleich schlichtweg wegen Verfassungsbruch verbieten? Oder hatten die vielleicht ein wenig Zeitdruck und konnten sich so die Gesetzesvorlage nicht durchlesen und prüfen? Vielleicht dachten sie aber auch, dass sich das Volk eh jeden Morgen mit dem Klammerbeutel pudert und eh nie schnallt was abgeht?

Damit wären wir bei der zweiten Frage. Warum lassen wir, das Volk, uns so was gefallen? Wir lassen uns hier offen und nach Strich und Faden veräppeln und keiner sagt was? In jedem halbwegs gesundem Land, hätte man diese inkompetente Blödeltruppe schon längst aus seinen festgegossenen Sesseln geprügelt, doch in Deutschland? Nichts…

Und als ob das nun nicht alles schon wild genug wäre, schafft es unsere regierende, gesichtsgelähmte Gundel Gaukeley, sich vor das Volk zu stellen und das Ganze als fälligen Schritt zur Ankurbelung der Konjunktur zu feiern. Ich meine, wo war die Gute denn, als das Gesetzt verabschiedet wurde- im Gummibärchenland?

Dienstag, den 09.12.2008

– VW schlüpft über VW Bank unter den „Bankenrettungsschirm“
– K+S schickt 6.500 Angestellte in 4 Wochen (teilweise 8 Wochen) Zwangsurlaub- danach Kurzarbeit
– Verlagshaus Tribune hat Insolvenz angemeldet
– Kurzarbeit nun auch bei Mercedes Benz
– Sony streicht 8.000 Stellen und entlässt 8.000 Zeit- und Leiharbeiter

Montag, den 8.12.2008

– Nach Opel ruft nun der zweite europäische Hersteller- Fiat- nach Hilfe
– Daimler erwägt bundesweit Kurzarbeit bis 31. März 2009
– Verlagshaus Tribune kurz vor der Insolvenz
– Australien zahlt Familien und Rentnern 510€ Konjunkturstütze
– Industrie stellt im Oktober 2.1% weniger Güter her

Nachdem die Banken ihr Geld schon bekommen haben und über staatliche Hilfen für Automobilhersteller und Chemiewerke diskutiert wird, scheinen staatliche Hilfen für die deutschen Werften schon fast in Sack und Tüten. Dabei geht es um Vorfinanzierungshilfen in Millionenhöhe.
Also ich für meinen Teil habe von meinem Antrag an das Finanzministerium noch nichts gehört. Vor 3 Jahren brauchte ich selbst Vorfinanzierungshilfen vom Staat. Nachdem ich eine Riesenwelle bei den Medien, Banken und Fördertöpfen geschlagen hatte, wurden die Antragsformalitäten 7 Monate verschleppt und anschließend abgelehnt. Begründung die Renditeerwartung sei unrealistisch.

Heute verbuche ich jeden Monat meine unrealistischen Renditen, auch ohne Staatshilfen. Aber ich glaube ich hätte es damals einfacher gehabt wenn ich anstatt ein paar zehntausend Euro, mehrere Milliarden gebraucht hätte und das ganz ohne jegliche Gewinnerwartung…
PS: aber man muss ja auch mal zu gestehen das die damals federführende, staatliche, den deutschen Mittelstand fördernde KFW Bank, ja zu dieser Zeit die Steuergelder eher in Island und undurchsichtigen Finanzprodukten anlegen musste. Da kann man auf den kleinen deutschen Unternehmer und die daran hängenden Arbeitsplätze, keine Rücksicht nehmen.