Wann ist Dein Todestag?
Ja, ich meine genau Dich, niemand anderes- nur Dich- und das ist auch keine rhetorische Frage.
Du weißt es nicht?
Du kennst die Antwort nicht?
Schon morgen könnte es soweit sein?
Schon morgen, durch einen schweren Autounfall, eine Krebsdiagnose, einen Schlaganfall!

Hast du denn dann heute auch schon gelebt?
Hast du heute ausreichend gelacht? Hast du heute schon gestaunt?
Hast du Freunde getroffen?
Etwas Verrücktes getan?

Oder hast du stattdessen von den 24 Stunden, die dir der heutige Tag gebracht hat, 8 in einem Büro gesessen?
Hast dich geärgert, aufgeregt, über Kleinigkeiten, hast geschlafen und Stunden vor dem Fernseher gehockt- zum „entspannen“

Wenn es so war, was wirst du dann morgen denken?
Wenn es vorbei ist.
Zeit vertan?
Zeit verschenkt?

Oder wirst du freudig zurückblicken?
Auf die tollen Erlebnisse vor dem Fernseher, der tolle Ärger über das Auto vor dir und die spannenden Stunden auf Arbeit/ im Stau?

Genieß dein Leben, pack es an, du bist frei!
Es gibt keine Grenzen!
Wenn der Text Dir Angst gemacht haben sollte, Du ihn vielleicht nur überfliegen wolltest, lies ihn noch einmal- und pack das Leben ab morgen anders an!

Ein schöner Satz den ich eben gefunden habe:

Man kann in einem Palast voller Schätze leben und dennoch arm sein. Um reich zu sein, musst du die Dinge besitzen, die du hast. So ist es mit der Armut des Geistes: Du verfügst vielleicht über alles Wissen der Welt und über brillante Ideen dazu, und doch bleibst du arm, bis sie ein Teil von dir geworden sind.

„Der tüchtige ist des Glückes Schmied“

Ein Satz der schon so alt ist, wie die Sprache in dem diese Bauernweisheit verfasst wurde. Doch was bedeutet dieser Satz eigentlich. Was ist Glück? Damit wurde sich bereits in so vielen Büchern befasst, dass man eigene Bibliotheken zum Thema Glück füllen könnte. Doch eine Frage in diesem Satz ist so banal, das sie bisher unbeantwortet und damit ungelöst bleibt. Letztendlich macht das die Frage nach dem „was ist Glück“ ebenso unlösbar. Vielleicht sollten wir uns also mit der ersten Gegenfrage in diesem Satz beschäftigen.

„Was ist tüchtig?“

ich kenne enorm viele tüchtige Menschen, weit tüchtiger als ich. Sie arbeiten, teilweise von 5.00Uhr morgens, bis 24Uhr nachts. Sie haben mehrere Assistenten die Ihnen im Schichtbetrieb zu arbeiten. Sie verdienen unglaublich viel Geld, haben alles was das materielle nur hergibt, Haben Familie, gesunde Kinder, schöne Frauen. Fahren in tolle Urlaube, nur haben weniger Zeit als andere. Und sind diese Menschen glücklicher, als Menschen die weniger tüchtig sind? Nein. Im Gegenteil, sie verzichten auf so vieles. meist in der Hoffnung schon früh aufhören zu können mit Arbeiten um sich so einen frühen, sorgenfreien Lebensabend zu bescheren. Aber ganz ehrlich, meistens geht dieser Kelch an solchen Menschen vorbei. Mit Mitte bis Ende fünfzig winkt der letzte Herzinfarkt und glücklich sind nur noch die Erben- aber die waren für dieses Glück nicht tüchtig.

Genauso viele Menschen kenne ich, die sind zwar ebenso tüchtig, erfolg, Geld anerkennen bleibt jedoch aus. Mit 3 Halbtagsjob fechten sie sich durchs Leben um gerade mal so auf den Hartz 4 Satz zu kommen. Sie haben keine Zeit, kein Geld und glücklicher, trotz ihrer Tüchtigkeit sind auch sie nicht.

Anders herum kenne ich auch untüchtige Glückliche und untüchtige unglückliche Menschen.

Vielleicht wird das Wort oder der Satz mit der Tüchtigkeit ja auch falsch verstanden oder wurde über die Jahrhunderte verfälscht? Vielleicht ist mit Tüchtigkeit auch so etwas wie Redlichkeit gemeint?

Ich glaube aber, dass auch dafür wieder genau die abgewandelten oben genannten Beispiele angewandt werden können. Meiner Meinung nach stimmt es, das Zitat wurde verfälscht und müsste eigentlich heißen:

„Das Glück ist des tüchtigen Schmied!“

Du, laß dich nicht verhärten
in dieser harten Zeit.
Die allzu hart sind, brechen,
die allzu spitz sind, stechen
und brechen ab sogleich.

Du, laß dich nicht verbittern
in dieser bittren Zeit.
Die Herrschenden erzittern
– sitzt du erst hinter Gittern –
doch nicht vor deinem Leid.

Du, laß dich nicht erschrecken
in dieser Schreckenszeit.
Das wolln sie doch bezwecken
daß wir die Waffen strecken
schon vor dem großen Streit.

Du, laß dich nicht verbrauchen,
gebrauche deine Zeit.
Du kannst nicht untertauchen,
du brauchst uns und wir brauchen
grad deine Heiterkeit.

Wir wolln es nicht verschweigen
in dieser Schweigezeit.
Das Grün bricht aus den Zweigen,
wir wolln das allen zeigen,
dann wissen sie Bescheid

Wolf Biermann

Man muss sich das mal vorstellen. Dieses Lied wurde von bestimmt mehr als 30 Jahren von Biermann geschrieben und gesungen. Meiner Meinung nach passt es leider nach wie vor in unsere Zeit, keine Zeile die nicht mehr treffen würde…

Für mich ist es das richtige Lied an einem Tag wie heut…

Wer mag kann in folgendem Video, den alten Liedermacher in voller Aktion erleben

Der Unterschied zwischen Schwarz und weiß ist exorbitant. Nicht weg zu diskutieren, doch ist es eine zeitgemäße Floskel, nicht alles in schwarz und weiß sehen zu sollen.

Doch das ist wichtig, uns vielleicht sogar ein Stück verloren gegangen. Vielleicht ein Grund für viele Probleme?

Selbstverständlich, der Farbenkreis kennt viele, fast schon unzählig viele, bunte Farben, alle schön und prächtig.

Doch schwarz und weiß bilden die Pole, sind die ewige Konstante. Wir können das bunte nicht richtig bewerten ohne schwarz und weiß zu sehen, zu kennen, zu unterscheiden.

Vielleicht ist es also wichtig, würde es uns weiter bringen, wenn der Mensch zuerst lernt schwarz uns weiß zu sehen und zu verstehen bevor er sich dem bunten Treiben widmet und wenn er dies dann tut sollte er die ewigen Konstanten nicht aus den Augen lassen…

Eigentlich ist die Gesellschaft doch genau das, ein Pulsierender Stern. Ein fein verflochtenes System vom millionen von Zuständen und aus der Ferne betrachtet doch nur eine Wabernde, sich bewegende Masse, ein Bakterium, ein Stern, irgendwas. Es besteht irgendwie immer, verändert sich ständig und ist doch immer gleich.

Nach jedem frieden kommt ein Krieg, nach jedem Zusammenbruch ein Aufschwung, nach jedem Aufschwung eine Rezession, nach jedem Idealismus, der Egoismus, nach jedem Mord die Trauer, nach jeder Liebe der Schmerz, nach jeder Prohibition durchzechte Nächte, nach jedem Rauchverbot auch wieder eine Aufhebung all dessen, nach jeder korrupten Regierung, ehrliche Politiker und aus jedem Überwachungsstaat entsteht ein freier und wieder umgekehrt dasselbe. Nichts bleibt wie es ist, alles war doch schon mal da, egal ob vor 50 oder 300 Jahren. Mag sein das das Kleid eine andere Farbe hat, doch was ist schon die Farbe, im Endeffekt nichts weiter wie eine relative Lichterscheinung.

Was hab ich dann eigentlich gegen diese Gesellschaft? Nichts, rein Garnichts, das ist auch der Grund weshalb ich gehe, denn ich kann keine 300 Jahre warten bis es wieder besser wird…

Die Herbstblätter fallen im wunderschönsten rot und gelb, so wie jedes Jahr. Bald wird der Schnee beginnen zu rieseln, deine wohlig warm verpackten Schritte knirschend auf dem Weg. Alsbald wird auch erneut die Sonne beginnen die Tage zu verlängern, die Schneeglöckchen aus dem harten Winterboden zu ziehen. Die Bäume werden wieder, in leichtem, zerbrechlichem Grün erblühen, bis der extatische Tanz der Sonne, die Farben kräftigt. Die Kirschen reifen, die Sonne scheint unablässig heiß auf uns herab und auch dieser Tanz wird erschöpft im rotbraunen Farbenspiel des Herbstes enden.

Beende den Kreislauf der Gewohnheit, greife was dir wirklich am Herzen liegt und breche auf.

Nicht was hinter die liegt, nicht was du hattest, auch nicht was du wolltest aber nie bekamst zählt mehr. Du bist allein. Du allein zählst und was noch aus dir werden wird. Erkenne die Unberechenbarkeit des Lebens als Chance. Niemand weiß was kommen mag, aber du kannst wissen was du bekommen möchtest und es versuchen zu verwirklichen. Viel kann schief gehen, du kannst dich schwer verletzen, falsche Entscheidungen treffen, verlaufen, doch ist der Preis für den Weg um ein vielfaches Wertvoller als der Preis des Stillstandes.

Beende das Warten, beginne zu laufen, weit weit weg von dem was dich hindert frei zu sein.

Schaue dich an, werde dir deiner Stärken bewusst, fördere sie und vergiss den Rest. Entdecke deine Moral, deine tiefsten Wünsche und verfeinere sie. Bedenke, was dir wichtig ist in deinem Leben, beginne zu kämpfen um das was du hast und erarbeite dir das was dir fehlt. Verschließe dich den Zweiflern und Kritikern des Lebens. Allein du hältst es in deinen Händen, es gibt nichts was du nicht im Stande wärst zu erreichen.

September 2006