Endlich…, nach dem Entführungsfall Kampusch, läuft nun „Die Entführung“, 2te Staffel. Diesmal erweitert um die Option Inzest, inszeniert in einem Verlies wie in einem Horrorfilm.
Anstatt sich einem solchen tragischen Einzelschicksal still und pietätvoll zu nähern, belagern hunderte Journalisten den Ort des Verbrechens. Aus einem „tragischen Fall familiärer Gewalt“, wird so ein „SEX DRAMA“, die perfekte Schlagzeile um Kasse zu machen.

Solche Schlagzeilen lassen den gewöhnlichen mitteleuropäischen Kleinperversen, seine eigenen unterdrückten Gewalt-, Sex-, oder Horrorfantasien beflügeln und sorgt für ein klein bisschen Gänsehaut im Verwaltungsjob.

Das Thema wird ausgeschlachtet und gehofft, dass bald wieder ein noch dramatischerer Fall entdeckt wird. Denn mal ganz ehrlich, nach der nun ausgestrahlten zweiten Staffel, könnte man doch mit einer Kampuschgeschichte kein Geld mehr machen, oder? Nein, zum jetzt hinzu gekommenen „Profiverlies“ und dem Faktor „Inzest“ müssten als nächstes schon Außerirdische, Bankraub oder vielleicht ein heiliger Gral im Besitz des Täters dabei sein.

Noch ein kleiner Fakt zum Abschluss, mit dem Verkaufsumsatz des Buches zur Entführungsstory Kampusch hätten tausende Menschen ein Jahr lang über die Welthungerhilfe ernährt werden können. Aber was zählen schon tausende Afrikaner gegen dieses geile SEX DRAMA…

Seit ein paar Wochen ist es wieder soweit, der gebeutelte Wohlstandsgermane hat wieder einen Grund sich für eine Minderheit einzusetzen…

Diesmal hat es die Tibeter erwischt. Obwohl kaum einer Tibet auf der Landkarte zeigen kann, geschweige denn etwas über die Größe, Geschichte oder Vergangenheit dieses Fleckchen Erde weiß, weiß doch aber jedermann, dass Tibet befreit werden muss- von China.

Mehr Backgroundwissen hat Niemand, aber irgendwie ist die Geschichte so verdammt cool, so ein wenig etwas von David gegen Goliath. Das kleine friedliche Bergvölkchen der Tibetischen Mönche, vermutlich seit vielen Jahren ausgebeutet von der bösen „gelben Gefahr“. Man hat einen neuen Feind und dank des weltweit perfekt organisiert arbeitenden Propagandanetzwerkes der Tibeter, auch einen neuen David, dem es die Verbundenheit auszusprechen gilt, um das Böse in der Welt so zu bekämpfen.

Da niemand weiß was der Ursprung des Konfliktes, die Wahrheit der vermeintlichen „Besetzung“ oder aber auch was der Grund Chinas ist sich gegen die Eigenständigkeit Tibets zu sperren, ist es einfach und irgendwie vielleicht sogar schon „in“ oder „trendy“, so wie der Sommertrend von bunten Flipflops, sich bunte Tibetfahnen in die Heckscheibe zu kleben.

Man möge sich hingegen den durchschnittlichen, sicherheitsüberbedürftigen und wohlstandsverwöhnten Deutschen vorstellen, wenn sich morgen die Sorben in Dresdner Einkaufspassagen in die Luft sprengen, um ihre Eigenständigkeit zu erhalten. Oder was wäre wenn unsere Großeltern beziehungsweise auch die Enkel für Ihre Ahnen, Königsberg zurückfordern würden, in dem sie Autos in Berlin anzünden. Was würde denn der Deutsche dann per Volksentscheid (wenn er das denn könnte) abstimmen? Gebt jedem was er will? Dann Europa ade, Staatenbildung ade, zurück zu Stadtstaatenmodellen wie im Mittelalter…

Aber ich glaube bei der Einmischung Europas in solche Themen wie Palästina, Tibet und anderen Regionen geht es eigentlich gar nicht darum, Zusammenhänge zu bewerten die man nicht versteht. Es gehört vielleicht einfach irgendwie dazu, sich einmal für eine Minderheit eingesetzt zu haben, was Gutes getan zu haben und seine Stimme zu erheben für ein Thema wo nichts schiefgeht und sich für einen selbst nichts ändert, denn wenn es anders wäre hätten die Basken, die Nordiren und viele andere kleine europäische Völker schon ihr eigenes Land, aber da schauen wir lieber nicht hin, auch wenn es brennt…

Gute Nacht Europa und hoffentlich fordert morgen nicht Al Kaida Berlin als Hauptstadt. Am Ende denken die Franzosen noch „free Berlin“


Ein Geschäftsbereich meines Unternehmens ist die Distribution und Vertrieb eines Saugroboters. Wie in anderen Geschäften auch, kann man auch in meinem natürlich oft die unglaublichsten Geschichten mit Kunden und Geschäftspartnern erleben, die eventuell nicht das perfekte Technik Verständnis haben.
Das Bild zeigt einen Cleanmate QQ2 Saugroboter, der von einem Kunden „fachmännisch“ getunt wurde. Die von ihm aufgeschraubten Holzbausteine sollen dazu dienen das der Saugroboter nicht unter Möbelstücke fährt und festklemmt.

Die größte Kunst hierbei ist, sich das Lachen zu verkneifen wenn einem so ein Gerät von einem Kunden gebracht und übergeben wird.

Was nutzt man heut zu tage wenn man beruflich und privat viel zu schreiben hat? Natürlich ein Notebook, aber was, wenn man keine Lust auf Kabel, oder aber die ständige „Akku bald leer?“ Angst hat? Dann vielleicht eine Schreibmaschine. Aber diese Dinger wiegen teilweise bis zu 5kg, sind aller meistens unglaublich laut und geben wenig Möglichkeiten, oder zumindest nur sehr umständliche, der Korrektur. Also was darf’s sein?

Ich schreibe auf einem Alphasmart DANA, ein unglaublich simpler und veralteter Palm PDA mit vollständiger Tastatur. Das Ding sieht zwar irre aus, ist aber eben unglaublich praktisch. Eine tolle, superkomfortable Tastatur, kein ewiges Warten für hoch und runter fahren des Rechners, absolut geräuschlos und das Beste, mit einer Akkuladung könnte ich theoretisch 25 Stunden durch schreiben…

Damit sich das ganze jetzt hier nicht wie ein Werbetext liest, der Wermutstropfen zum Schluss. Soweit ich weiß ist Alphasmart pleite. Die Modelle DANA und DANA Wireless werden wohl seit 2003 nicht mehr hergestellt. Falls ich jemanden also nun aufgeregt genug gemacht habe sich eine DANA zu legen, dann muss er sich mit einer gebrauchten bei eBay genügen und die sind zu allem Ueberfluss noch richtig teuer da begehrt…

Ja, heute war endlich der erste richtig schöne und vor allem Wochenendtag des Jahres. Wir und vor allem die ganzen Chaoten aus unserem Haus haben den Tag draußen im dem Haus angeschlossenen Garten verbracht. Auto waschen :-), Kuchen im Freien, rumlabern und im Anschluss schön grillen…

In diesem Sinne, hoffe ich mal inständig auf die Klimaerwärmung 2008 und drücke die Daumen für einen Extra heißen Sommer.

PS: neuesten Erkenntnissen zu Folge soll ja der neuerliche Extreme Eingriff des Menschen in die Natur (diesmal initiert von den Grünen und einer Menge durch die Propaganda gleichgeschalteter Ökoaktivisten) die Klimaerwärmung beschleunigen. Der Grund: aufgrund der plötzlich in Europa sauberer werdenden Luft können die Sonnenstrahlen die sonst durch Smog abgehalten wurden ungehindert zur Erde gelangen. In diesem Sinne- ich bin erstmals mit dem OTTO Katalog auf den Knien im Liegestuhl und suche ein neues Schwimmbecken für die Gartensaison 2008…

„Potz, Blitz, trari, trara, der Störteufel ist wieder da…“ Kennt jemand diese Passage aus der DDR Märchenschallplatte „Clown Ferdinand im Fernsehhaus“? Ich glaube nicht… unabhängig davon viel mir aber eben diese Passage wieder ein, als ich meine ersten Blogeinträge eben noch einmal online gelesen habe…

Wie es aussieht ist mir nämlich eben dieser Rechtschreibfehlerteufel mehrfach über die Tastatur gerannt, ich habe sie natürlich sofort behoben möchte jedoch für die Zukunft anmerken:

Ich schreibe meine Texte einfach everywhere, on the go (wie man heute so schön sagt), ich nutze dazu ein Alphasmart DANA Palm Schreibcomputer, da kann es durchaus schnell passieren das sich ein paar Fehler bis zur Veröffentlichung durch alle Prüfungen durch mogeln…

Ich bitte also um Nachsicht und um Mithilfe der Störteufel zu besiegen…
Dabei fällt mir ein, das auf der Schallplatte immer gesagt wurde „den Namen nicht nennen…“, das heißt wenn man nicht Störteufel sagt, kommt er auch nicht…

Ich bin Passatfan. Nein, ich meine nicht die Winde, sondern das Modell des Autoherstellers Volkswagen. Jedoch muss ich weiter einschränken. Ich mag nicht etwa die neuen, rund gelutschten Passat, sondern die alten, kantigen, 80iger Jahre Stahlkloben.

Ein solcher VW Passat 32b (Baujahr 1979) war mein erstes Auto, wenn auch nur für kurze Zeit. Diese knappen 7 Monate haben aber ausgereicht um eine weitreichende Liebe zu Fahrzeugen dieses Typs zu entfachen. Diese Liebe reicht soweit, dass ich mir vor wenigen Monaten für relativ viel Geld eben wieder so ein Exemplar in Top Zustand zugelegt habe.

Aber auch heute scheine ich nicht mehr Glück zu haben wie damals bei meinem ersten. Schon 2 Monate nach Erwerb des Schmuckstücks hat der kleine Familienrat beschlossen, das 900EUR Versicherung und monatlich 60EUR für einen Stellplatz einfach zu viel sind, für ein Fahrzeug das kaum gebraucht und selten bewegt wird. Gerade angesichts unseres ersten und eben zur Welt gekommenen Sohnes, der die Haushaltskasse eh schon schrumpfen lässt.

Also habe ich die letzten 2 Monate versucht, mit einer Träne im Knopfloch, diesen Schatz wieder in gute Hände zu bringen. Im Hinterkopf dabei immer die 1.000EUR + knapp 600EUR (für Instandsetzung) die mich der Wagen selbst gekostet hat. Nach unzähligen Schief gegangenen Anläufen, war es gestern nun auch soweit, der in Deutschland scheinbar einzige Interessent (zumindest für den von mir geforderten Mindestpreis von 800EUR) für diesen Wagen kam extra mit dem Zug aus dem 350km entfernten Berlin angereist um den Passat zu kaufen und mit zu nehmen.

Noch am letzten Wochenende hab ich ihn daher kräftig geputzt, die Technik gecheckt und für die Übergabe fertig gemacht.
Und was passiert…?

Der Käufer kommt, prüft, ist zufrieden, gibt mir das Geld um mit dem Wagen davon zu fahren! Soweit so gut, hätte er nicht 20min. später angerufen das er an der nächsten Tanke steht, er den Wagen betankt hat und das gute Stück nun nicht mehr anspringt….

Nach langem hin und her also hin zur Tanke und den Käufer samt Wagen wieder zurück auf meinen Parkplatz geschleppt. Gefolgt von langem, Erfolglosem technischen rumprobiere- mündend in eine Rückabwicklung des Kaufvertrages das der zu verkaufende Gegenstand ja nicht mehr funktioniert… 🙁

Der Käufer vergisst natürlich nicht mir im Prinzip auch berechtigt zur Rückerstattung des Kaufpreises, 150EUR für seine Aufwände ab zu knöpfen….

Kaum war der Käufer, sichtlich angesäuert wieder in Richtung Bahnhof verschwunden um die Heimreise an zu treten, setz ich mich in den Wagen um gelangweilt am Zündschloss zu spielen…

und…, er läuft…

Nun wartet meine zickige Diva auf den nächsten Kunden, den bekommt sie aber nicht zu sehen bevor die Werkstatt mal über die über 20 Jahre alte Technik gesehen hat….

In meinem ersten regulären Eintrag möchte ich mich gleich einmal outen. Nein, mein Name ist eigentlich nicht Leonard Goldmann. Warum ich dann unter diesem Name einen Blog eröffne? Ganz einfach, zum einem mag ich es nicht besonders wenn unter Eingabe meines Namens bei Google direkt jeder mir völlig Fremde all meine im Internet hinterlassenen Spuren aufnehmen und verwerten kann.
Ich weiß, im Prinzip beißt sich dieser Gedanke ein wenig mit dem Grundprinzip eines Onlinetagebuches wie diesem, aber ich glaube dass jemand der mich kennt, versteht warum ich es so handhabe. Andere Leute, die mich nicht kennen und trotzdem diesen Blog vielleicht sogar regelmäßig besuchen, kann es im Prinzip gleich sein ob ich nun Leonard oder Paul heiße 🙂

Darüber hinaus bin ich deutscher und Jude, aber einer der Deutschland verlassen möchte und dann auch nach Israel. Ohne weitere Erklärung ist dies ein weiterer Grund nicht für jeden Identifizierbar zu sein.

last but not least- stehe ich eh schon genug im Netz und möchte nicht, das jeder Kunde oder Geschäftspartner, sich zwangsläufig verpflichtet fühlt diesen Blog zu lesen und mich vielleicht jeden morgen mit meinen eigenen Gedanken oder Erlebnisses konfrontieren zu müssen glaubt.

Also, wer mich nicht kennt, dem Zeige ich immerhin mein Gesicht und meine Gedanken, das ist doch schon einmal ne Menge- Hallo an euch, nennt mich Leonard.

Die die mich kennen und mich vielleicht am Foto erkannt haben- Hallo ebenfalls, ich hoffe Ihr versteht warum ich hier unter Synonym auftrete- und nennt mich wie ihr wollt, Leonard oder eben auch …

Mein Name ist Leonard Goldmann, ich komme aus Sachsen und bin 28 Jahre alt.
Geboren und aufgewachsen in Deutschland, bin ich doch froh das meine Tage hier gezählt sind und ich in hoffentlich wenigen Monaten mit Frau, Kind und Hund nach Israel, dem gelobtem Land 🙂 auswandern werde. Dieser Schritt ist lang geplant und noch länger herbeigesehnt.

In diesem Blog will ich nun über meine letzten Erlebnisse hier in Deutschland, sowie vielleicht sogar die ersten in der neuen Heimat verarbeiten.

Vielleicht hilft diese Art von Tagebuch meinem Umfeld, meiner Familie und meinen Kollegen mich besser zu verstehen….

In diesem Sinne,
viel Spaß beim lesen
Leonard Goldmann