langsam, aber auch nur ganz langsam, blättert die Farbe vom Führer der USA. Die Euphorie weicht langsam einem gewissen Realismus. Scheinbar kocht Obama auch nur mit Wasser, scheinbar ändert sich Garnichts, scheinbar ist die Essenz seiner Reden deckungsgleich mit denen seiner Vorgänger. Überdeutlich wird dies wenn man sich sein hochgepriesene Rede zur muslimischen Welt in Ägypten genauer unter die Lupe nimmt. Hier ein paar Beispiele seiner eigenartigen Aussagen:


“And since our founding, American Muslims have enriched the United States. They have fought in our wars, served in government, stood for civil rights, started businesses, taught at our Universities, excelled in our sports arenas, won Nobel Prizes, built our tallest building, and lit the Olympic Torch.”

Wenn man sich aber die Liste der Nobelpreisträger anschaut, findet man KEINEN einzigen Muslim mit amerikanischer Staatsbürgerschaft, der je einen Nobelpreis gewonnen hätte- Lüge? Dummheit? Berechnung?

oder:
“Violent extremists have exploited these tensions in a small but potent minority of Muslims. The attacks of September 11th, 2001 and the continued efforts of these extremists to engage in violence against civilians has led some in my country to view Islam as inevitably hostile not only to America and Western countries, but also to human rights. This has bred more fear and mistrust. So long as our relationship is defined by our differences, we will empower those who sow hatred rather than peace, and who promote conflict rather than the cooperation that can help all of our people achieve justice and prosperity. This cycle of suspicion and discord must end.“

Von den Gutmenschen als Relativierung und Handreichung an die Muslime und deren Terror verstanden. Doch bis in den Wortlaut fast identisch waren auch die Reden George W. Bushs, der wieder und wieder predigte, das es: „keinen Krieg gegen den Islam, sondern einen Krieg gegen den Terror und Extremismus gäbe.“ Leider wollen das Obamas Jünger auch nicht wahr haben
Oder hier noch eine sehr gute von Steinhoefel anaylisierte Passage:


Die iranische Revolution war schlecht, aber das gelte auch für den Sturz von Mossadeq mit Hilfe der Amerikaner. Man hätte es aus einem von Khomeni herausgegebenen Geschichtsbuch nicht besser abschreiben können. Der Holocaust war schlimm, aber das gelte auch für die Besetzung Palästinas durch Israel. Dem Präsidenten fehlen jegliche moralischen Kategorien. Kein Wort über die Kriege, die die Araber gegen Israel begonnen haben, kein Wort darüber, dass die Palästinenser 2000 das Angebot eines eigenen Staates ausgeschlagen und mit Terror (der Intifadah) auf die ausgestreckte Hand der Israelis geantwortet haben. Die Palästinenser stellt Obama in der Rede als Opfer mit den schwarzen Sklaven in Amerika gleich. Als wären sie Sklaven Israels und die Juden die Unterdrücker. Die Palästinenser müssen der Gewalt abschwören und Israel anerkennen, Israel müsse mit dem Siedlungsbau aufhören. Es ist alles gleich schlimm und alles das Gleiche. Es gibt keine moralischen Unterschiede, egal ob man ein Haus auf umstrittenen Grund und Boden baut oder Zivilisten mordet und die Anhänger einer Religion vernichten will.
„Die Israelis müssen anerkennen, dass ebenso wenig wie Israel Palästina das Existenzrecht aberkannt werden kann“.
In wessen Charta ist die Vernichtung Israels als grundlegendes Ziel niedergelegt ? Und seit wann verweigert Israel den Palästinensern das Recht auf einen eigenen Staat ?
Auch erwähnenswert ist das letztendlich Obama als Ort für die Rede nicht nur einen lang von den USA subventionierten Polizeistaat wählte, sondern auch noch in der Al-Azhar-Universität, deren Großscheich Muhammad Sayyid Tantawi Selbstmordattentäter nach Maßgabe des islamischen Rechts als Märtyrer betrachtet.

Was will Obama nun? Ist er wirklich nur einer der gefährlichsten Appeaser der letzten Jahrzehnte? Oder wird uns das wahre Gesicht erst noch präsentiert? Nach wie vor wird es aber wohl gut sein, wachsam zu bleiben…

Wer nochmehr über denpopulistischen Redestil Obamas erfahren möchte kann die Analyse hier (nur in englisch) nachlesen. Rhetorisch perfekt- wie der Zuhörer eingelullt wird.

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