Genial eingefädelt- und keiner merkt’s? Nachdem der mittlerweile wohl schlechteste Konzernlenker Deutschlands Josef Ackermann sich in den letzten Monaten immer wieder spektakulär bei Prognosen zur Finanzkrise verhauen hatte, nutzte er nun diverse Schlupflöcher um das Betriebsergebnis der deutschen Bank ins rechte Licht zu rücken. Nicht etwa das ein Gewinn ausgewiesen werden sollte, nein es musste unbedingt eine Traumrendite dargestellt werden, die Zweifeln lässt ob es überhaupt jemals eine Krise gegeben haben könnte.

Nur wenige Tage später wird der Vertag Josef Ackermanns bei der Deutschen Bank um 4 Jahre verlängert. Bei dem Monatslohn und zu erwartenden Abfindungen bei vorheriger Auflösung, kein ganz unerheblicher Schritt. Selbstverständlich wollte Hr. Ackermann überhaupt nicht verlängern, der Vorstand hat ihn natürlich nahezu gezwungen. Armer Ackermann. Die hochtoxischen Papiere die noch in der deutschen Bank lagern und die früher oder später im Wert von vielen hunderten Milliarden EUR explodieren sind heute erst mal Nebensache. Die Hauptsache ist das mit einer kleinen „Buchhalterischen Korrektur“ das HEUTIGE Ergebnis positiv ist, die Öffentlichkeit den Köder schluckt und dargestellt werden kann das die deutsche Bank ohne Herrn Ackermann nicht kann.

Die Hoffnung? Das Die Krise in 4 Jahren vorbei ist und sich Herr Ackermann dann als großer Krisenmanager darstellen kann. Pfui!
Hier mal noch ein paar dramatische Zitate des Bosses ohne Plan:

10.09.2007- Auch die Deutsche Bank hat Fehler gemacht, auch in dieser Krise.
07.02.2008- Wir sehen der Zukunft mit Zuversicht entgegen. Daherbestätigen wir noch einmal unsere Vision eines Vorsteuergewinnes von 8.4Mrd EUR im Jahr 2008
07.02.2008- Es wird noch neun Monate dauern, bis die Krise verkraftet ist.
17.03.2008- Ich glaube nicht mehr an die Selbstheilungskräfte der Märkte.
06.05.2008- Wir sind mittlerweile eher am Beginn des Endes als am Ende des Anfangs.
29.5.2008- Größere Bewertungsverluste sollte es nicht mehr geben. Ich meine wir sind am Beginn des Endes der Krise.
31.7.2008- Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte 2008 bleiben wir vorsichtig
20.9.2008- Wir glauben das wir den Beginn der Krise sehen, und das sieht man immer mehr.
20.10.2008- Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld nehmen würden.
02.11.2008- Wir werden kein Staatsgeld nehmen, weil wir ja stark sind.
14.01.2009- Wir sind über den Verlust im Jahr 2008 enttäuscht. Das schwierige Umfeld hat Schwächen der Bank aufgezeigt.
05.02.2009- Wir haben Risiken reduziert, dass wir keine Vergleichbaren Belastungen erwarten. Es sind aber neue Risiken hinzu gekommen.