13 Feb
So, auf die Schnelle hat meine neues Hobby nun auch eine Heimat gefunden. Da mein kleiner Einführungspost ja eine Menge Interessierte gefunden hat, es aber bisher nirgens ein Forum oder ähnliches gibt, haben wir mal schnell eins auf die Beine gestellt.
Zu finden hier:
http://www.rwe-smarthome-forum.de/
7 Feb
Am Montag war es wieder soweit. Zur besten Sendezeit im öffentlich rechtlichen, traf sich ein halbes Dutzend Auskenner um sich in endlosen Argumenten zu erschöpfen, weshalb WIR keine Schuld mehr am Holocaust haben. Natürlich nicht ohne hinter jeden Absatz „Wehret den Anfängen“ zu setzen…
Die Debatte war schräg, wie auch die Teilnehmer. Ein Auschwitzüberlebende die sich sichtlich vebog, nur um nicht als nörgelnde Jüdin zu gelten, ein paar Beisitzer die unermüdlich den Unterschied zwischen ewigen Gedenken und aktiver Schuld hervorheben zu suchten und eine spätpupertäre Möchtegern Politikerin die bewies, dass man nicht lange über Themen nachdenken muss um eine Meinung zu haben…
Alles in allem war die Sendung bestimmt ein Erfolg und hat der deutschen Seele geschmeichelt. Doch ist es so einfach? Wir haben keine Schuld? Ruhe geben, Feierabend und irgendwo in die Pampa noch ne Gedenkstätte setzen, in die unsere Schulklassen eh nicht mehr gehen?
Schuld. Unsere Schuld, was ist damit. Ist unsere heutige Generation wirklich frei davon? Welche Schuld sollte überhaupt bestehen können? Aber von vorne.
Was ist schuld?
Wikipedia sagt dazu:
Heute herrschend ist der von Frank begründete[1] normative Schuldbegriff, wonach Schuld die Vorwerfbarkeit vorsätzlichen oder fahrlässigen Verhaltens bedeutet.[2] Diese Vorwerfbarkeit des schuldhaften Verhaltens beruht auf dem Gedanken der Willensfreiheit, soweit sie die Tatschuld berührt. Davon zu unterscheiden sind die Lebensführungsschuld und die Charakterschuld.
Wie kann Schuld getilgt werden?
Um sich einer Schuld zu entledigen ist es erst einmal wichtig zu reflektieren, die Schuld an zu erkennen, sich selbst der Schuld bewusst zu werden. Danach kann durch Wiedergutmachung oder Strafe von einer Entschuldigung gesprochen werden. Die Formen hierfür sind vielfältig.
Klar, wir haben etliche Kriegsverbrecher hingerichtet. Es sind auch unzählige in den Knast gegangen. Aber welcher Part kommt unseren eigenen Großeltern zu? Erzählt DEIN Opa auch noch die wunderbar, romantischen Geschichten von Afrika? Oder war er vielleicht gar nicht an der Front (weil er in wichtigen Lagern arbeitete)? Wo sind die zigtausenden Lagerwärter und Aufseher heute? Ich kenne nur Opas die irgendwo, Mechaniker in Afrika gewesen sein wollen… Aber gut. Auch wenn es uns interessieren sollte, was unsere nächsten und liebsten Verwandten für eine persönliche Schuld tragen. Auch wenn es uns interessieren sollte ob sie sich dessen jemals bewusst geworden und ob sie jemals offen dafür Verantwortung übernommen haben es ist nicht unsere Schuld!
Wir haben keinen getötet. Wir haben niemanden vertrieben. Wir haben niemand eingesperrt. Aber wir decken noch heute die Täter. Wir wohnen heute in den Häusern der Opfer, wir profitieren massivst von damaligem Unrecht.
Schauen wir uns das sogenannte Wirtschaftswunder an. Einen Anteil an diesem sogenannten Wunder hat die amerikanische Hilfe. Die zweite Zutat ist jedoch nicht der deutsche Fleiß (denn der französische Aufbaufleiß war nicht schlechter), die fehlende Zutat ist jüdisches Vermögen! An dem haben sich Unternehmen wie die Lufthansa, BMW, Volkswagen, Thyssen Krupp usw. usf. reichlich bedient. Immobilien, Aktien, Barvermögen, Maschinen, Zwangsarbeit. Die Kassen der Megabonzen waren nach dem Krieg nicht nur durch den Krieg als solches gefüllt.
Familien wie die Quandts (BMW) machten Jahrzehnte danach noch ein großes Geheimnis aus den Ursprüngen ihres Vermögens. Der ein oder andere Konzernlenker saß vielleicht ein paar Jahre im Bau. In ganz wenigen Ausnahmen gab es auch winzige Entschädigungszahlungen, aber wäre es je zum Wirtschaftswunder gekommen, wenn jedem Zwangsarbeiter rückwirkend Lohn und eine Entschädigung gezahlt worden wäre? Wenn jeder Cent Barvermögen und jede Immobilie, gern auch den rechtmäßigen Erben, zurück übereignet worden wäre?
Deutschland hat zwar ein paar lächerliche Milliarden gezahlt, die würden aber vielleicht gerade für den in Chemnitz enteigneten Immobilienbestand ausreichen. Wenn Deutschland heute ein U-Boot an Israel zum Vorzugspreis liefert gibt es einen Aufschrei. Wo ist selbiger wenn hunderte übrig gebliebene Lufthansa Zwangsarbeiter auf eine Beschäftigtenrente, Anerkennung oder wenigstens eine Entschuldigung, vergebens hoffen?
Denn Unternehmen wie die Lufthansa feiern mit geschwollener Brust 100 jährigen Geburtstag, bestreiten aber das es das Unternehmen zwischen 1933 und 1945 gab. Somit umgeht man eingestehen zu müssen zehntausende Zwangsarbeiter missbraucht und sich an Ihnen bereichert zu haben. Die letzten überlebenden dünnt derweil der Sensenmann aus. Das Problem klärt sich von selbst.
Was ist also mit meiner Schuld als Verbraucher, Angestellter, Manager? Wenn sich ein Fisch in einer Penny- Plastiktüte verfängt, läuft der deutsche Sturm und boykottiert den Gesamten Discounthandel. Das am Urlaubs Flugticket Blut klebt interessiert kein Schwein. Es gibt ja den Jauch der sagt:
„Wir haben keine Schuld, nur die Verantwortung uns zu erinnern“ (An was eigentlich, vielleicht an unsere Schuld?!)
Zum Schluss zwei kleine Geschichten
1. Autoliebe
Eine Liebe Freundin- gut sie ist etwas grün, etwas, links, etwas vegetarisch, aber das konsequent- hat eine echte, ehrliche, tiefe Abneigung gegen deutsche Autos. Am Anfang habe ich sie dafür ausgelacht. Selbst Skoda`s beschimpft sie als Nazi Auto. Doch nach reiflicher Betrachtung weiß ich das sie recht hat, ich ziehe den Hut! Den ein BMW, Mercedes, VW und Porsche IST ein Nazi Auto. Wenn Skoda von VW übernommen wurde, dann nur wegen hunderten Milliarden Beutereichsmark in den schwarzen Kassen des Konzerns!
2. Erbschaft
Ein bekannter in Berlin hatte geerbt. Ein Haus. Ein wunderbar altes Haus aus den 1910er Jahren. Sein Vater hatte das Haus in den frühen Neunzigern vom DDR Besitzer zurück erhalten, weil er selbst nach dem Krieg enteignet worden war. Der Großvater des Erben jedoch hatte das Haus für einen symbolischen Betrag einem fliehenden Juden abgeluchst.
Mein bekannter wusste das nicht. Sein Großvater hatte darüber nie gesprochen. Erst ich habe den Stein ins Rollen gebracht, doch einmal hinter die Geschichte des Gemäuers zu schauen.
Wie hat er reagiert? Er war verdutzt, hat die Erbschaft angenommen und lebt heute glücklich und zufrieden. Hat er Schuld? Hätte er, um sich wirklich offen als Schuldfrei bezeichnen zu dürfen nicht Nachfahren der echten Besitzer recherchieren müssen? Hätte er sie nicht entschädigen müssen, klar ohne seine Familie wäre das Anwesen verfallen, deshalb müssen es ja auch keine hunderttausende EUR sein, aber irgendwas, ein Cent, eintausend EURO, eine Geste, ein Wort?!
Wir sind nicht schuldfrei, wir haben nichts getan, wollen aber auch nichts wissen. Eine schuldfreie Gesellschaft würde nicht 100jährige Auschwitzüberlebende durch die Klassenzimmer treiben, sondern die damaligen Täter. Auf das sie mahnen, sich erklären, warnen!
5 Feb
Wie man sicherlich schon aus vorhergehenden Posts erahnen kann, bin ich keiner derer, die sich gern für ökologische Ammenmärchen finanziell ausplündern lassen. Mülltrennung, Biosprit, für mich alles nur ein Witz.
Doch geschuldet der Situation dass wir ein klassischer Hochenergie Haushalt sind und die Energiekosten jährlich steigen, habe ich mich schon vor Jahren auf dem Markt der Hausautomatisierung herum getrieben. Mein erstes System war ein HomeMatic, mit dem es mir auf Anhieb gelang knapp 1.000€ Heizkosten ein zu sparen. Das Ganze mit nur 4 Wandthermostaten und 6 Heizkörperthermostaten welche Zeitgesteuert, ziemlich genau die vorgeschriebene Temperatur regelten. Nachdem ich mit diesem System 6 Jahre zufrieden lebte, verlangte mein Technikherz nach mehr. MAX!, das System aus dem Hause ELV schien zu bieten was ich suchte. Intelligente Heizsteuerung auf einem kleinen Homeserver, steuerbar via PC und Smartphone. Lange Rede kurzer Sinn, das System ist ziemlicher Murks. Unzuverlässig, unkalkulierbar, nicht ausgereift. Doch brachte mich der Ausflug zum Max! System zum RWE Smarthome. Zugegeben, dieses RWE System ist so ziemlich das teuerste am Markt erhältliche, doch aktuell auch das viel versprechendste. Ich bin sehr begeistert und aktuell steigert sich die Zahl der im Haus verbauten Aktoren fast täglich. Da es im Netz bisher kaum Informationen, geschweige denn ein Forum zum RWE Smarthome gibt, werde ich hier meine Erfahrungen einmal zum Besten geben.
Hardware
Zu Beginn braucht man auf jeden Fall erst einmal die Zentrale. Die verbindet das System untereinander und alles als solches mit dem Internet. Damit kann alles dann auch via PC/ Smartphone ferngesteuert werden. Die Daten werden auf RWE Servern gespeichert. Hier habe ich zwar schon kritische Stimmen gehört, RWE ist mir aber lieber als irgendein drittklassiger Mittelständler. Die Liste der weiteren Aktoren ist schon jetzt schier endlos. Heizkörperthermostate, Raumthermostate, Fussbodenheizungsaktoren, Steckdosen, Rauch- und Bewegungsmelder, verschiedenste Unterputz- und Aufputz Wandschalter, Tür- und Fenstersensoren usw. usf. Die Palette der Aktoren soll auch ständig erweitert werden, auch wenn das Angebot bereits jetzt enorm ist.
Verarbeitung
Die Wertigkeit macht ordentlich was her und ist nicht mit den China-billig-Plunder a la MAX! zu vergleichen. Als Beispiel das Wandthermostat. Es fühlt sich haptisch eher nach einem hochwertigen Handy an, anstatt eines Plastikkastens mit einer kleinen Platine darin. Klar die Mehrkosten im Vergleich zu anderen Systemen müssen natürlich auch gerechtfertigt werden und in (nicht nur) diesem Punkt können sie das.
Software und Funktionen
Das ist der entscheidende Punkt und da macht RWE alles richtig. Zwar setzt das System auf die vielfach als langsam kritisierte Microsoft Silverlight Basis, doch reicht mir persönlich die Geschwindigkeit für den Einsatzzweck vollkommen. Es ist eine absolut angenehme Benutzeroberfläche entstanden. Die Einstellungsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt. Jeder Aktor kann mit jedem Sensor verknüpft werden, man ist an keine starren Anwendungsbeispiele gebunden. Ausserdem kann man genügend Messwerte wie IST Temperatur und Luftfeuchte einsehen um so wieder rum mehr, bzw. besser agieren zu können.
Mein System
Momentan hat sich bei mir folgende Konfiguration gesammelt:
Wohnzimmer
1. Die Heizung wird über zwei Zeitprofile (Wochen- und Wochenende) gesteuert. Erledigen tun das anstandslos und mit minimalen SOLL/IST Differenzen, die Heizungsthermostate. Gestützt wird das System durch ein Wandthermostat bei dem ich mir so die Freiheit eröffne auch ohne PC/Smartphone die Temperatur mal schnell zu ändern.
2. Die Stromkreisläufe mit meinem TV/ Audio und Lichtequipment werden über zwei Funksteckdosen gesteuert. Um mir hier ebenfalls den Griff zum PC/ Smartphone zu ersparen, habe ich gleich am Sofa einen Wandschalter angebracht über den ich beide Stromkreisläufe bequem per Tastendruck An- und AUS schalten kann.
3. Arbeits- und Kinderzimmer werden jeweils durch das RWE Smarthome beheizt, jedoch ohne separate Wandthermostate.
4. Im Flur habe ich einen Wandtaster installiert, der mir ermöglich bei Verlassen des Hauses die gesamte Heizung/Licht/TV/ Audio aus, beziehungsweise bei meiner Rückkehr ein zu schalten.
In Kürze werde ich via Bewegungs- Tür- und Fenstersensoren und drei Rauchmeldern die Sicherheit verbessern. Vielleicht wird meine Abus Alarmanlage dann ja auch gleich mit Überflüssig.
Ich halte euch auf dem Laufenden wie es weitergeht, Fragen sind gern gesehen…
Hier noch ein paar Bilder:
25 Jan
14 Jan
Ach wie ich meine „Free Tibet`ler“ Liebe. Erst die Tage traf ich wieder einen dieser leidenschaftlich, deutsch-spießigen Freiheitskämpfer. Er hatte zwar keine direkte Vorstellung wo Tibet liegt, eine Ahnung der Kultur des winzigen Fleckchen Erde hatte er auch nicht, aber das Tibet von China gegeißelt würde, stand für ihn felsenfest. Dies verriet auch sein Autoaufkleber und die tibetische Fahne in seinem Arbeitszimmer.
Ich wagte kurz den Test, tatsächlich, auch „free Palestine“ war sein Motto. Ich konfrontierte ihn kurz mit einer Zusammenfassung der hundert jährigen Geschichte Israels/ Palästinas/ des Nahen Ostens im ganzen- schweigen. So hatte er sich das freilich nicht vorgestellt.
Ich fragte ihn, ob das einstehen für unterdrückte Minderheiten, seiner Meinung nach eine gesellschaftliche Verpflichtung darstelle. Er bejahte, dass ihm fast der Kopf wegflog.
Ich fragte nun, ob es nicht besser wäre, sich als erstes für unterdrückte Minderheiten ein zu setzen bei denen man aktiv etwas an der Lage verändern kann. Bei dem man seinen Freiheitskampf besser ausdrücken kann anstatt durch Aufkleber. Vielleicht erst Recht wenn die eigene Gesellschaft Teil des Unterdrückungswerkzeuges ist.
Er nahm kämpferische Haltung ein und prustete etwas wie ein „selbstverständlich“ heraus, so dass ich fürchten musste, er würde gleich mit einem Bierkasten voller Molotowcocktails auf die Straße gehen.
Also fragte ich Ihn, wieso er sich politisch nicht für Taiwan einsetze?
„Taiwan, denen geht`s doch gut“.
hm, dann definieren wir mal gut:
1. Taiwan lebt seit dem zweiten Weltkrieg unter faktisch, chinesischer Besatzung. Wieso soll eigentlich Israel, ein Gebiet räumen, das nie ein eigenständiger Staat war, von dem permanent aus Israelisches Staatsgebiet permanent angegriffen wird, wenn China, Taiwan nicht freigibt. Erst Recht wo Taiwanesen eher ein Anrecht auf Eigenständigkeit haben. Terrorangriffe von militanten Taiwanesen sind auch nicht bekannt.
2. Wieso unterhalten unsere Freiheitsliebenden europäischen Länder kaum diplomatische Beziehungen zu Taiwan? Weshalb fast keine taiwanesischen Regierungsmitglieder und Abgeordnete in die EU Einreisen? Das durfte selbst Mubarak, Assad und Arafat…
3. Warum darf China, Taiwan permanent mit Krieg drohen, ohne internationale Sanktionen zu fürchten? Israel (ein sehr gutes Dauerbeispiel in diesem Falle) dürfte sich nicht mal verteidigen ohne sich einer Verurteilung des Sicherheitsrates sicher zu sein.
Es wäre so einfach Freiheit für Taiwan zu erzwingen. Ein konsequenter Waren- und Geschäftsboykott. Druck auf unsere Regierungen, Demonstrationen, Lichterketten weltweit.
Ach nein, sorry, ich vergaß. Ich lebe ja auf einer der Scheinheiligsten Flecken dieser Erde. Keiner von diesen schmierigen Möchtegern Grün-, Links-, Öko- Arschlöchern käme jemals auf die Idee auf chinesisches Geld und sein iPhone zu verzichten. Auch der Fernseher, der Fön und der PC wurden schließlich auf Kosten Taiwans produziert.
Ich schließe mich an. Ich klebe mir einen „nur tote Fische schwimmen mit dem Strom“ Aufkleber aufs Auto, predige für die Freiheit Tibets. Das hat so was Revolutionäres und tut keinem Weh…
10 Jan
Ich bin ein Technikfreak, soviel steht fest. Das sieht man zum einen an meiner Wohnung, die mit servergestützter Heizsteuerung, ferngesteuerten Türschlössern, Alarmanlage, Heimnetzwerk mit einem halben Dutzend PC, Notebook und Tablet PC ausgestattet ist. Zum anderen- und das ist auch die Erklärung für die Technik Verliebtheit- ist es mein Hauptberuf seit mehr als 10 Jahren, die neueste Technik zu recherchieren und an den Mann zu bringen. Überwiegend betrifft das Mobiltelefone, Internet Pads und Saugroboter.
Bis vor wenigen Jahren hatte ich mir regelmäßig die Zeit genommen, die aktuellsten, meist noch nicht auf dem deutschen Markt lieferbaren Geräte, in einem YouTube Channel vor zu stellen. Da ich mittlerweile wieder in hunderten uralt, alt, neu, und brandneu Geräten ersticke, dachte ich es ist vielleicht Zeit die „Technikkategorie“ in diesem Blog, aber auch bei YouTube neu zu beleben.
Beginnen werde ich die nächsten Tage mal mit meiner Kramkiste aus mehr als hundert Handys aus den letzten 10 Jahren.
9 Jan
Wisst ihr eigentlich dass ich immer noch fast ausschließlich auf meiner Dana schreibe? Egal ob Buch, oder Blog Post, ja selbst eMails werden von mir oft auf der Dana (zumindest Vor-) verfasst.
Dieses nun beinahe 10 Jahre alte Gerät hat mich dabei noch nie im Stich gelassen. Kaum einer kennt diese gewagte Mischung aus Palm Computer und Schreibmaschine. Sie wurde Anfang des Jahrtausends von AlphaSmart UK entwickelt und sollte überwiegend Schulen und Journalisten ansprechen, die ein kleines, leichtes, elektronisches Schreibinstrument nutzen wollen, ohne gleich auf die damals ungleich teureren Notebooks zurück greifen zu müssen.
Die Vorteile liegen auch heut noch unverändert auf der Hand. Zwar verfüge ich über eine tolle, elektronische, mobile (weil batteriebetrieben) Schreibmaschine, doch benötige ich meine Texte eigentlich immer in digitaler Form zur Verwendung im Internet. Andererseits würden die Lektoren ganz schön schauen, wenn der Text erst einmal in Word übertragen werden müsste.
Natürlich habe ich auch einen Desk PC, doch mit dem ist man erstens sehr gebunden, zweitens lenken mich zu viele Funktionen und Möglichkeiten vom eigentlichen schreiben ab.
Ein Notebook / Tablet PC habe ich auch, doch am Tablet fehlt mir eindeutig das Feedback der Tasten, das Notebook ist zwar gut mobil, doch zu warm/ umständlich und begrenzt handelbar. Der Akku ist zu dem nach max. 4h schlapp.

Nachtrag: Es gibt sie doch noch/ wieder http://www.renlearn.co.uk/index.php
7 Jan
Zuviel ist schon über unseren Bundespräsidenten geschrieben worden, als das noch jemand auf einen Kommentar meinerseits warten würde. Ich möchte aber dennoch ein paar Gedanken in den Raum werfen, die mir in der öffentlichen Debatte zur kurz zu kommen scheinen. Abseits von Bild Zeitung, Kredit, Zinsätzen, Salamitaktik und Dementis bezweifle ich die moralische Richtigkeit so selbstverständlicher, fast empört vorgetragener Aussagen des Herrn Wulff:
„Man wird doch wohl bei Freunden übernachten dürfen“
„Man darf sich doch wohl bei Freunden Geld borgen“
Darf man das? Ja, schon. Doch Herr Wulff ist Bundespräsident, das bedeutet er verfügt über ein Einkommen im hohen 6 stelligen Bereich, auch als Ministerpräsident sah es nicht viel schlechter aus. Ein Vielfaches verdient er mit Sicherheit noch durch Reden, Vorträge, Aufsichtsratsposten etc. pp. Er bekommt Spesen und Auslagen erstattet, bekommt Fahrer und Assistenten bezahlt. Er steht an exponierter Stelle, ist die moralische Instanz Deutschlands. Ist es da denn Zuviel verlangt sich wenigsten den Anschein der Unabhängigkeit zu wahren. Klar kann das auch Verzicht bedeuten, doch anders kann die Würde und Unantastbarkeit des Amtes wohl kaum gewahrt werden.
Niemand kann ein Problem damit haben, wenn ein Berufs Politiker bei seiner Mutter zu Weihnachten übernachtet. Muss es denn aber unbedingt ein Wirtschaftsmogul sein? Muss ich mir ausgerechnet bei dem Geld „borgen“, der dann, oh Wunder, auch mit zu meinen Wirtschaftsdelegationen im Ausland gehört?
Ich glaube mit unseren bisherigen, greisen, weisen Bundespräsidenten sind wir sehr gut gefahren. Sie waren frei vom Druck der Tagespolitik, konnten somit auch einer politisch, moralischen Vision folgen und verliehen dem Amt so Würde.
Für mich steht fest, ich möchte nicht von einem 50jährigem Amigo und seiner tätowierten Enddreißiger Frau vertreten werden. Das Amt braucht Würde, das Amt ist Würde. Jeder macht Fehler, aber eine gewisse Größe ist Voraussetzung um dieser Position gerecht zu werden. Mir fallen auf Anhieb nicht viele Personen ein, die diese Größe vor zu weisen hätten. Ein Hans-Dietrich Genscher vielleicht, Helmut Schmidt, aber wer zur Hölle ist Christian Wulff?
31 Dez
Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
aber auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen
- aber nicht sofort.
25 Dez
Sie hat wieder zugeschlagen, die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs Gesellschaft. Nach Werbung an Tankstellen in der Münchner Innenstadt, hat sich die Chemnitzer Werbeagentur wieder etwas Besonderes ausgedacht. So versucht man diesmal mit Gummibärchen, am Bahnhof von Chemnitz verteilt, Menschen zum Umzug in die „Stadt der Moderne“ zu bewegen.
Meine Forderung bleibt, kein Geld mehr für die CWE, doch das um zu setzen wird schwer sein, denn ich vermute das die CWE eigentlich eher eine Gesellschaft ist um Günstlingen der Stadtväter gut bezahlte Posten zu versorgen.