Ein Traum wird wahr. Guantanamo wird geschlossen. Seriöser Weise muss ich aber eingestehen, das die Schließung des US Gefangenenlagers auf Kuba nie mein Traum war. Mein Traum hingegen war, dass sobald die Schließung in Betracht gezogen werden kann, auch nur ein EU Gutmensch den Gedanken laut äußert, das Ex-gefangenen Asyl zu gewähren ist. Das ist natürlich geschehen und damit eine Debatte ins Rollen gekommen ob man nicht soviel wie möglich diese Terroristen aufnehmen könnte. Doch dabei gibt es Probleme die man natürlich abschätzen konnte.

Der gute EU Bürger ist all die Jahre nur allzu gern auf die Straße gegangen, für die Schließung des Lagers das soweit weg ist und die Freilassung der vermeintlichen Terroristen über die man doch so wenig weiß. Die einzige Information kam von den USA und die sagten dass es sich um ganz böse Terroristen handelt. Da die USA aber das eigentliche Böse der Welt sind, kann man denen nicht glauben, somit muss es sich bei den Guantanamo Insassen ja um Engelsgleiche Bergelfen handeln. Also her damit, jedem sein persönliche Ex Terrorist, damit man den so ordentlich verhätscheln kann.

Doch jetzt wird’s ernst und schon kommen die Zweifel. Was wenn das tatsächlich böse Menschen sind. Was wenn deren Sprüche war sind „Sie lieben den Tod und wir (Normalbürger) das Leben“. Kann man denen denn da überhaupt trauen? Kann das sein das die „Folterungen“ im kubanischen Lager, vielleicht das einzige Mittel waren um todessehnsüchtigen Menschen Informationen zu entlocken? Nein, ganz sicher nicht. Aber zur Sicherheit muss ja keiner von denen in meiner Nachbarschaft wohnen, oder?

Mein Vorschlag. Lasst uns alle Terroristen einfach aufnehmen. Unser gutes Schäuble/Schily Überwachungsgespann, kann bestimmt ausfindig machen wer am meisten gegen Guantanamo gewettert hat. Diesen Leuten würde ich dann jeweils einen dieser Terroristen als Untermieter zu weisen. Die Bezahlung, Kost und Logie haben diese neuen Vermieter dann selbst auf zu bringen (so belastet es wenigstens keine Leute die das nie wollten, wie mich).

Das gut an dieser Lösung ist auch gleich, das wenn die Terroristen wieder aktiv geworden sind, wir nen Schuldigen Deutschen haben. Dann haben wir auch nicht mehr das Problem die Attentate den muslimischen Extremisten zu schieben zu müssen (das machen wir ja auch nicht gerne, denn der Islam ist ja friedlich).

Schuldenabbau zu Gunsten unserer Kinder und Enkelkinder, Investitionen für eine Bildungsgesellschaft, Kindergarten- und Grippen Plätze für alle und umdenken in ein ökologisches Zeitalter um die Welt unseren Erben zu erhalten.

All dies und noch viele mehr, sind die hohlen poltischen Phrasen der letzten Monate und Jahre. Was daraus im Wahljahr 2009, dazu noch überrascht von einer Weltwirtschaftskrise, geworden ist, sehen wir, wenn wir uns die Konjunkturhilfe „Abwrackprämie“ einmal genauer anschauen…

Abwrackprämie. Das bedeutet in allererster Linie einmal das dem deutschen Politiker:

Ein altes Auto 2.500EUR wert ist, ein Kind jedoch nur 100EUR (Einmalzuschuss in 2009)

Das ist natürlich an sich schon mal wahnsinnig nachhaltig.
Schauen wir nun wer von der „Abwrackprämie“ profitiert. Ich kenne 4 köpfige Familien, die mit 20-30 Jahre alten VW Bussen unterwegs sind. Das tun sie aber nicht etwa weil sie die Natur schädigen wollen, oder einen Fabel für alte Autos haben. Sie können sich nun einmal keinen Renault Espace für 55.000EUR leisten. Ein Smart (der ja preiswerter wäre), kommt aber eben für 4 Personen auch nicht in Frage. Unter dem Strich wird sich diese Familie (die es vielleicht gebraucht hätte), kein vergleichbares Auto kaufen können, da die Raten schlichtweg gestern wie heute nicht bezahlbar sind.

Dann gibt es noch das Beispiel eines anderen Kumpels. Der fährt einen Ford Galaxy Baujahr 99. Also genau das richtige Alter um die Abwrackprämie zu kassieren. Der könnte sich auch die Raten für ein neues, vergleichbares Auto leisten. Wieso wird der aber die Staatshilfe zur Verschrottung nicht nutzen? Ganz einfach. Abwrackprämie ist 2.500EUR. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt, sind für seinen Galaxy, sofern er denn den verkaufen wöllte, aber noch 6.000EUR zu bekommen. Wieso soll er 4.000EUR verschenken um in unsicheren Zeiten von seinem bezahlten Auto auf ein Kreditgetilgtes Fahrzeug um zu satteln…

Bleibt eigentlich nur einer der von der Abwrackprämie profitiert (außer der Osteuropäischen Schieberbanden), nämlich der Unternehmer, der ein neues Auto kaufen möchte und zufällig in seinem Fuhrpark noch ein halbes dutzend uralter Schindmähren stehen hat die auf dem Gebrauchtwagenmarkt weniger als 2500EUR wert sind. Die kann er dann alle verschrotten lassen und sich somit ein neues Privatfahrzeug, im besten Falle aber doch einen neueren Fuhrpark leisten.

Unter dem Strich ist die ganze Geschichte also vollkommen sinn frei. 1.000EUR einmaliger Zuschuss pro Kind hingegen hätten mit Sicherheit dem Konsum einen ordentlichen Tritt gegeben und die allgemeine Kinderarmut in Deutschland ein Stück zurück gedrängt.

Immer wieder gerate ich mit erklärten Pazifisten in interessante Diskussionen. Die Gedanken die mich dabei innerlich immer nicht zur Ruhe kommen lassen, sind erstens die Frage ob nicht Gewalt zum Wesen des Manschens gehört und ob die menschliche Vernunft nicht langsam an dem Punkt angekommen sein müsste, sich mit Gewalt konstruktiv auseinander zu setzen anstatt vom Weltfrieden und sprechenden, sich nicht mehr auffressenden Tieren zu träumen. Zweitens, das gerade Deutschland ein derartig blutiges Land ist, dass man als Deutscher eigentlich nicht mal auf das Nachbarland zeigen dürfte (geschweige denn auf die USA oder den Nahen Osten). Warum?

1. Die Pazifisten werfen den USA immer vor, vermeintlich Krieg für Öl zu führen. Na und, die deutsche Marine rückt schon für nen Bananenfrachter aus.
2. Deutschland ist immer noch einer der Top Waffenproduzenten der Welt
3. gerade in Deutschland leben noch Millionen unbestrafte NS Mörder

und gerade zu diesem letzten dritten Punkt hatte ich ein mir mulmiges Erlebnis im Arztwartezimmer. Ich saß dort für ca. 2 Stunden mit einem immer wechselnden Rentnerpublikum. Teilweise waren wir 12 Mann in dem kleinen stickigen Raum und der Sauerstoffgehalt lag teilweise bestimmt unter 1%. Besonders auffällig war mir ein ca. 80 jähriger alter, süßer Opa, der wahrscheinlich weil er schwerhörig war, immer sehr laut, in einem Lausitzer Dialekt, mit seiner Frau sprach. Süßer Opa deshalb, weil er einfach lieb aussah, so wie einer der den Kindern in der Werbung immer Bonbons gibt. Doch dann öffnete sich die Tür, ein ebenfalls sehr alter, aber ein stämmigerer Herr betrat das Wartezimmer.
„Guten Tag“ aus allen Kehlen der wartenden.
Der alte Herr sagte nichts, er dreht sich um und erblickte den süßen Opi. Beide zuckten daraufhin körperlich zusammen, rissen die Arme zum militärischen Gruß an die Schläfe, und begrüßten sich mit fester Stimme, respektvoll nickend beim Vornamen.
„Kurt“, „Horst“, dann setzte sich Kurt (Horst war kurz vorm aufspringen, war dann aber doch sitzen geblieben). Ich war erst erfreut über einen solchen Zusammenhalt, fragte mich dann aber doch was im Kriege sie wohl so zusammen geschweißt hat? Die tollen Weiber in Jugoslawien? Oder die Nutten in Paris? Oder, wie uns die Großväter ja teilweise auch glauben machen wollen, die harte Verteidigung gegen den Feind? Während ich so sinnierte, klappte die Tür noch zwei weitere male und oben beschriebene Szene wiederholte sich, jedoch stets mit größer werdender Zahl der Akteuren.

Am Ende saß ich nun also mit den Resten einer alten Wehrmachtskompanie zusammen im Wartezimmer. Meine Kette mit dem Davidstern verbarg ich hinter einem Rollkragenpullover, nicht um noch am Ende Sätze zu hören wie
„dich Ham wir wohl vergessen“….

Und für alle die jetzt empört in sich rein grinsen mit dem klassischen „hohoho, das kann er ja wohl nicht ernst meinen“, oder „das sagt man aber so nicht“, auf Fakt im ARD lief am Montag Abend eine interessante Meldung dazu wie Strafverfahren gegen NS Kriegsverbrecher in Deutschland geschickt verschleppt und vereitelt werden.

Vor ein paar Tagen kam ein neues Printmedium auf den Markt „Zeitungszeugen“, groß beworben, druckt dieses Blatt ganz simpel historische Zeitungen eins zu eins nach. Eine absolut tolle Idee. Ich habe mir die erste Ausgabe natürlich gleich gekauft, auch wenn ich lachen musste über die Zeit, die die ersten Ausgaben behandeln sollen. Natürlich- wir deutsche, ein Volk der Guido Knopps. Es konnte natürlich nicht ein Nachdruck aus den Zeiten der Weimarer Republik, der 68er Bewegung oder aus dem Kaiserreich sein, nein- die Erstausgabe dieser neuen Zeitung berichtet über die Machtergreifung Hitlers.

Doch eben diese populistischen Texte habe ich mir nicht durch gelesen, zu sehr widert mich es an, diesem Scheiß anstatt der Nachrichten immer auf N-TV und N24 begegnen zu müssen. Den Teil von Zeitungszeugen den ich regelrecht verschlungen habe, waren die Kleinanzeigen und die „sonstigen Nachrichten“. Dort wurde zum Beispiel berichtet, dass sich ein Mädchen beim Skifahren den Skistock durchs Auge in den Kopf gerammt hat, was zu einem Schädelbruch führt, die arme verstarb. Ein anderer Mann wiederum überfuhr einen Passanten, nahm ihn dann mit ins Krankenhaus wo der verletzte erlag.

Was zeigt uns das? Schon damals, zu Zeiten in denen wir nur Opfer des NS Regimes erwartet hätten, sind die Leute gestorben. Auf Arten und Weisen, für die heutzutage ein Horrorfilm gedreht worden wäre. Lang ist’s her und doch rücken eben diese Menschen heute, 80 Jahre später noch einmal mit ihrem Tod in den Mittelpunkt… eigenartig…

Freitag, 16. Januar 2009

Keine Waffenruhe in Sicht Hamas will weiter kämpfen

Die Hoffnungen auf ein rasches Kriegsende im Gazastreifen haben einen Dämpfer erhalten. Die radikal-islamische Hamas lehnte die Bedingungen Israels für ein Ende der seit fast drei Wochen tobenden Kämpfe in dem dicht besiedelten Küstenstreifen ab.

via Keine Waffenruhe in Sicht – Hamas will weiter kämpfen – n-tv.de.

Da kann sicherlich das Leid auch nicht so groß sein. Wer nicht will, der hat eben schon…

Ich schwöre, ich habe nie Leserbriefe geschrieben, aber seit ein paar Monaten, find ich echt gefallen dran.

Liebe Discovery Channel NTV N24 Redaktion,

erst einmal wollte Ihnen für Ihr Programm danken. Ohne Sie und ihre verschwendete Sendelizenz, wüsste Deutschland nicht wie Wurstbrät, Panzer anno 1942, das Gehirn Adolf Hitlers (inkl. seiner Fußpflegerinnen) und Sprengungen im Bergwerk Vorderniederhinteralb funktionieren. Diese gigantische, durch Ihren Sender geleistete Aufklärungskampagne, hat mit Sicherheit millionen Deutschen (die nicht wissen wer unsere Hymne komponiert hat) gelehrt, wie genau ein amerikanischer Abrahams Kampfpanzer gebaut wird.

In tiefer Dankbarkeit für diesen Dienst am deutschen Volke, möchte ich mich natürlich revanchieren. Da ich Geschäftsmann bin, habe ich natürlich auch etwas vom Fach bei zu tragen.- eine Geschäftsidee. Diese kam mir schon vor ein paar Monaten beim zappen durch die Auslandskanäle meines SAT Receivers und genau diese Idee stelle ich Ihnen nun vollkommen kostenlos zur Verfügung.

Ich weiß nicht genau wie ich dieses Fernsehformat beschreiben soll, es ist auf jeden Fall etwas ganz neues, was es so in Deutschland noch nicht gibt. Ein Fernsehsender, der den ganzen Tag Nachrichten bringt. So richtig mit serösen, fundierten Hintergrundberichten, Nachrichten, frisch aus allen Orten der Welt, alle dreißig Minuten und zwischendurch gespickt, mit Berichten die eine eventuelle Zielgruppe von politischen und wirtschaftlichen News ansprechen könnte. Im Ausland nennt sich dieses Format News Channel. Ist eine ganz tolle Sache. Schauen sie einfach mal bei CNN, BBC, Al Jazeera oder so. Da gibt es auch noch mehr. Was halten Sie davon?

Nicht das sie am Ende noch glauben, dass ich ihre Reportagen schlecht finde, nur die ständigen Wiederholungen sind öde. Die Nachrichten die sie bringen, könnten auch ruhig mehr als 1-mal die Woche aktualisiert werden. Jetzt mal habe ich zufällig Ihren Sender geschaut. Die Commerzbank wurde eben teilverstaatlicht, die Finanzwelt hielt kurz den Atem an. Alle Webseiten hatten rote „Breaking News Ticker“ laufen, doch ihre Nachrichtensprecher begannen die 17.00 News mit den Worten:
„Guten Tag, es ist 12:00Uhr, die Nachrichten“, die Commerzbank wurde dann auch tatsächlich mit keiner Silbe erwähnt…

in diesem Sinne wünsche ich ihnen noch maximale geschäftliche Erfolge
vielleicht greifen Sie ja meine Geschäftsidee auf,
ich bin sicher sie funktioniert
beste Grüße
Leonard Goldmann

so wie es mit unsereins geschehen würde? All die Banker, Broker, Manager, all die popligen risikoscheuen Angestellten die unsere Gesellschaft verpulvert haben? Die Rechnung ist ganz einfach. Ich weiß und erzähle schon seit Juni 2008 davon dass eine Krise, nie gewesenen Ausmaßes, auf uns zuhält. Wie viele haben mich immer angeschmunzelt und gesagt „so ein Quark“, „so etwas gibt es bei uns nicht“, „so schlimm wird es nicht werden“. Diese Leute waren meist kaufmännische Angestellte, Handwerker, Studenten- kein Problem. Ich bin Geschäftsführer eines kleinen, mittelständigen Unternehmens. Es ist meine Aufgabe solche Risiken zu erkennen, mich darauf vor zu bereiten und mich weiter zu informieren. Wenn ich aber (und ich bin keine so helle Leuchte), alle Zeichen schon weit vor der allgemeinen Massenpanik deuten konnte, bedeutet dies, dass die Lenker und Manager der Konzerne vollständig versagt haben. Wenn schon ich vor Monaten erzählt habe, dass die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank, nur ein geschicktes Ablenkungsmanöver von den gravierenden Problemen beider Unternehmen ist, heißt das der Bedarf an vielen dutzenden Milliarden EUR ist schon lang klar. Im Normalfall ist dies ein klarer Fall für den Staatsanwalt. Ich möchte nicht wissen was nach einer ausführlichen Untersuchung dieser und anderer Unternehmen herauskommen würde. Untreue, Insolvenzverschleppung, Betrug dürften da noch die leichtesten Delikte sein. Es besteht meines Erachtens Verdunklungsgefahr in allerhöchstem Maße, doch passieren wird nichts. Am Verhandlungstisch mit den Konzernlenkern sitzen nämlich Politiker und auch die werden profitieren wollen, bis zur letzten Sekunde. Verstecken tun sich alle Parteien vor dem Haftungsausschluss und bezahlen Werdens am Ende wir alle.

In den letzten Monaten überschlagen sich die Politiker und Wirtschaftswissenschaftler mit immer neuen Konjunkturpaketen. Ich bin zwar weder Politiker noch Wirtschaftswissenschaftler, doch gehe ich mit offenen Augen durchs Leben. Das Wort „Konjunkturpaket“ kann ich kaum mehr hören, doch hier der Plan für meine ganz persönliche Idee zur Rettung der Gesellschaft. Der verhindert zwar die Krise nicht (wer behauptet er können die Krise verhindern lügt, man kann sie max. aufschieben), doch bin ich sicher, dass wenn nur die Hälfte der folgenden Punkte umgesetzt würden, Deutschland nach der Krise ein besserer, standfesteres, sichereres und damit auch stolzeres Land ist:

1. das Gesundheitssystem
Zuallererst wird die Einheitskrankenkasse eingeführt (von mir aus auch 2-3, aber eben keine 300 wie heute). Alle Krankenkassenangestellten tun das,was sich für ein solidarisches System gehört und passen Ihre Gehaltsforderungen auf das Niveau der normalen Wirtschaft, sagen wir mal des Handels an. Die Krankenkasse als solches wird in eine klassische non Profit Organisation umgewandelt. Die durch diese drastischen Gehaltskürzungen und die Reduzierung des gigantischen Verwaltungsapparates, eingesparten Milliarden fließen 1 zu 1 zurück an die Versicherungsnehmer in Form von Beitragssenkungen und Leistungssteigerungen. Zwar werden durch diese Reform 100.000 Menschen auf einen Schlag arbeitslos, doch profitieren sofort 20 Millionen Arbeitnehmer in Form eines höheren Nettolohnes, während zeitgleich die Unternehmen auf der Nebenkostenseite entlastet werden.

2. Verteidigung
Die Wehrpflicht wird sofort abgeschafft. Die Bundeswehr auf eine kleine, aber dafür hochmoderne und agile Eingreiftruppe in Größenordnung von max. 50.000 Mann reduziert. Wieder verlieren hunderttausend Mann Lohn und Brot. Doch die eingesparten Milliarden können in Bildung fließen, wodurch dort auch wieder neue Arbeitsplätze entstehen.

3. Wirtschaft
Es werden keine Unternehmen, jedweder Art, mehr durch außergewöhnliche Maßnahmen gestützt. Ein Unternehmen das pleite geht, tut das so oder so. Klar stellt die Insolvenzverschleppung der Commerzbank, Postbank und der Staatsbanken, die Gesellschaft vor eine harte Probe. Die Frage ist aber ob wir heute 100 Milliarden EUR, die wir nicht haben, ausgeben wollen für ein Unternehmen das dann eben in 10 Jahren noch spektakulärer an die Wand fährt. Die Unternehmen die heute Probleme haben, haben scheinbar nur kurzfristig gedacht, ein schlechtes Management oder sind einfach zu klein um eine solche Krise zu überstehen. Auf die heute um Hilfe bettelnden Konzerne kann letzteres nicht zu treffen. Falls man dem Malermeister (auf den eben letzteres zutrifft) nicht hilft, kann man den großen erst recht nicht helfen, denn deren Probleme sind hausgemacht. Das ist hart, tut weh- Medizin muss aber nicht schmecken!

3.1. Politik
Lobbyismus ist sofort unter Strafe zu stellen. Politiker sind Volksvertreter und werden als solche auch vom Volk gewählt. Da die Konzerne auch aus dem Volk gestellt werden, sind sie schon gleichberechtigt mit dem restlichen Volk repräsentiert. Falls die Konzerne jedoch sich nicht dem Volke zu gehörig fühlen und damit rechtfertigen das Lobbyisten ihre Wünsche gesondert durch setzen müssen, sollen sie sich bitte ein eigenes Land gründen. In Deutschland zählt immer noch die Verfassung…

3.2. Politik
Politiker sollten nicht länger als 2 Amtsperioden Politiker sein können. Danach können Sie ihre Erfahrungen gern als Berater zur Verfügung stellen. Politiker sollte kein Beruf mehr sein, sondern endlich wieder eine Berufung. Nach dem Motto „Macht für den der sie nicht will“ ist bisher jedes Land groß geworden, lebenslange Berufspolitiker haben bisher jedes Land der letzten 300 Jahre ruiniert.

Das war erst der Anfang, der nächste Teil folgt in ein paar Tagen.

So, ok, kein Problem- die weltumspannende, angekündigte Weltwirtschaftskrise wurde abgesagt. Unsere Heldenhaften Politiker haben sie in zähen Verhandlungen um das so genannte „Konjunkturpaket II“ aufgehalten. Die beschlossenen Maßnahmen umfassen Finanzhilfe in Höhe von 50Mrd. EUR (müssen leider erst noch gedruckt werden), darunter unter anderem 0,6% Beitragssenkung der Krankenkasse. Was für eine Farce. Die Beitragserhöhungen sind keine 10 Tage alt und schon geht’s wieder rückwärts. Beachtenswert bei dieser Art Konjunkturhilfe ist die am Ende für den Bürger entstehende Ersparnis. 0,5%- das bedeutet nach aktueller Berechnung (und die ist ja eh verquer), ca. 5-15EUR pro Normalverdiener. Auch eine gute Maßnahme ist die Umweltprämie für Neuwagenkäufe. Vor ein paar Monaten hätte die Bundesregierung am liebsten die Dritte Welt verhungern lassen um CO2 ein zu sparen. Heute gibt’s 2.500EUR Umweltprämie wenn ich mir den neuesten 3,5 Liter Kubik SUV kaufe- toll.

Ich sehe es schon vor meinem innerlichen Auge, das Rennen der Generation 1000EUR, wie sie die Warenhäuser stürmen werden, um ihre 15EUR Zugewinn in edle Pelze, teuren Schmuck und ausgedehnte Urlaubsreisen zu investieren. Oder aber auch die hundertausenden Kurzarbeiter der Automobilindustrie. Kurzarbeit hin oder her, es wird schon weiter gehen, werden sie denken und die Halden ihrer Arbeitgeber leer kaufen.

Gut das sich eine so schlimme Ankündigung, so schnell in Wohlgefallen aufgelöst hat. Zum Schluss finde ich noch die letzte Aussage unseres äußerst kompetenten Arbeitsministers erwähnenswert. Der sagte „…dass die Unternehmen eher auf Kurzarbeit, denn auf Entlassungen setzen zeigt, dass man sich auf einen baldigen Aufschwung vorbereitet“. Hat diesem Typ noch keiner erzählt, dass wenn die Konzerne jetzt schon entlassen, die Politiker auch kein Geld mehr bewilligen? Oder das die Unternehmen an Tarifverträge oder Kündigungsverzichte gebunden sind? Last but not least. Kein Unternehmen kann abschätzen wie lang die Talfahrt dauert, aber deswegen am ersten Tag alle zu entlassen und zu machen, entspräche der Verhältnismäßigkeit wie wenn ich mir bei der Vereinbarung des nächsten Arzttermines noch am Telefon in den Kopf schießen würde. Die Arzthelferin meines Docs heißt nämlich „Krebs“, erkennt meine Stimme und nimmt das Gespräch stets mit den Worten an „Hallo Herr Goldmann…, Krebs!“