Weltwirtschaftskrise part xxx

Eine der häufigsten Fragen die mir in den letzten Tagen begegnet ist:
„Ja und was ist nun mit der Finanzkrise..? Die ist doch vorbei, der?“

Hier meine Antwort:
Klar! Die Automobilhersteller sind fast ausnahmslos in der Gewinnzone. Die Regierungen haben alles fest im Griff, unsere Währungen sind stabil. Die vormals so gebeutelten Banken schreiben gigantische Rekordgewinne. Der Konsumklimaindex steigt wieder, wir haben`s doch immer gewusst, alles bleibt so gut wie es ist.

Man kann die aktuelle Lage jedoch auch anders deuten und hinterfragen.
Die Autohersteller hängen nach wie vor am Staatstropf und/ oder betteln um Hilfe. Die Verkaufszahlen fast aller Hersteller sind noch schlechter, denn in der Zeit als man davon sprach, das ohne sofortige Abwrackprämie alles in die Brüche geht.
Nach und nach verschwinden Weltkonzerne von der Bühne, oder werden im Rahmen einer sanierenden Insolvenz, klammheimlich auf gesplittet, verschachert und dann doch geschlossen.
Die Banken (wie erst kürzlich die Deutsche Bank) schreiben Gewinne in nicht für möglich gehaltenen Höhen. Schnell haben Analysten und Fachleute auch herausgefunden, dass dies nur durch Handel mit eben dem Stoff möglich wurde, der uns einen Großteil der Misere eingebrockt hat. Warum die Banken das tun? Ganz einfach, es gibt praktisch keine Bank mehr, die nicht streng genommen Insolvent wäre, wenn sie alle Papiere realistisch bewerten müsste. Was jetzt also zählt sind Gewinne ohne Rücksicht auf irgendetwas, um wenigstens eine kleine Kriegsreserve zu bilden.

Die Regierungen verharren nach wie vor in Schock starre, können nicht begreifen was sich vor deren Augen abspielt, haben aber eigentlich auch keine Idee was zu tun ist. Das einzige was hilft, sind massive Einschnitte im Staatswesen selbst. Die können dem Bürger aber noch nicht präsentiert werden, da ja in Kürze Wahlen ausstehen. So mancher Volksgetreuer wird sich schon in wenigen Wochen die Augen reiben, was nach überstandener Wahl auf Deutschland einbricht.

Die EU steht am Anfang vom Ende. Ein Flächenbrand verzehrt Griechenland. Hauptbrandstifter sind deutsche Banken. Das Feuer greift von Stunde zu Stunde mehr auf Portugal, Italien, Island, Großbritannien, Spanien und andere Länder übrig.

Die Börsen sind hektisch, unruhig, ständig einem neuen Kollaps nahe, während Währungen ständig Wert verlieren und sämtliche Rohstoffe sich verteuern.

Tja, der Zug rollt weiter. Er wird nicht anhalten, doch ankommen wird er.

All die Entwicklungen der letzten 10 und kommenden 5 Jahre kann man übrigens auch in Buchform nach lesen:

„Clash hof cultures“ geschrieben 1993 von Samuel Phillips Huntington
„Aufstieg und Untergang des Staates“ geschrieben 1999 von Martin van Crefeld

2 comments

  1. So jetzt ist es raus. Griechenland ist faktisch pleite. Keiner will denen mehr Geld leihen. Warum sollen wir dann gutes Geld dem schlechten nachwerfen. 135 Milliarden brauchen die die nächsten 3 Jahre. Das ist ein Fass ohne Boden. Wir sollten da kein Geld reinstecken.

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