Dreyfus reloaded?

Da man als Mensch jüdischen Glaubens gleichzeitig auch ein politischer Attaché Israels ist, bin ich seit Tagen damit befasst die vermeintliche Mordaktion des israelischen Geheimdienstes (Mossad) an einem Hamas Führer in Dubai zu kommentieren.

Ganz vorweg möchte ich fest stellen, das ich es toll finde, dass das israelische Ministerium solche Sachverhalte wie immer weder dementiert, noch bestätigt. Jedes Wort wäre ja eh falsch. Faktisch ist es bislang noch alles andere als erwiesen dass der Mossad hinter dieser Aktion steckt doch die Welt hat ihre Meinung gebildet. Es wird kein Gedanke daran verschwendet, das die doch schon dilettantische Aktion eigentlich auch Pali- Intern initiiert sein könnte und Spuren absichtlich auf Israel weisen könnten- wie auch immer.

Doch voraus gesetzt Israel steckt tatsächlich dahinter, was soll eigentlich die Aufregung? Wenn man einmal die bösen israelies und die gute Hamas außen vor lässt, bleibt eine ganz einfache, logische Sachlage übrig:

Ein im Krieg befindliches Land, tötet auf feindlichem Boden, einen Ranghohen Soldaten. Tja, kommt vor.

Ist die ganze Geschichte nun noch aufregender denn das „friendly fire“ von Nato Truppen bei denen im Irak dutzende Zivilisten umkamen? Schlimmer als die fälschlicherweise abgefeuerten Schüsse auf Zivilisten an einem Checkpoint durch die Bundeswehr? Oder kriegerischer als die Tanklasteraffäre?

Nein. Wo gehobelt wird fallen Späne. Und erwischt hat es ja diesmal auch weder einen heiligen, noch einen Zivilisten. Who cares?

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