die Diktatur des Liberalismus

Warum sind wir Europäer eigentlich so Politikverdrossen? Immerhin leben wir auf dem Papier in freien, demokratischen Gesellschaften. Die Mitte und Liberal, sind die Zauberwörter die beflügeln, ohne die man die Existenzberechtigung verliert. Mit Taktiken der modernen psychologischen Kriegsführung, Propaganda und Medienbeeinflussung wird dem Bürger über jede einzelne Legislaturperiode eingehämmert, dass es ohne die „Vernunft“ der Mitte nicht geht. So viele Gefahren, so viele Krisen. Der Meeresspiegel wird schon in den nächsten Stunden um mehrere hundert Meter ansteigen, der Planet sich unmittelbar danach um dutzende Grad Celsius erwärmen, HIV und Schweinepest werden sich verbinden und die Menschheit dahinraffen- kurzum, die Zeiten sind so schwer wir müssen den Kopf ausschalten und unseren Willen in den Schoß der vernünftigen, liberalen, Mitte legen. Links der SPD gibt es nichts als maroden Kommunismus, rechts der CDU nur braune Fantasie das lustige grüne und gelbe Beiwerk tritt erst gar nicht an um Wahlen zu gewinnen sondern eh nur um den Wunsch des Bürgers auf Veränderung, ein Fünkchen Hoffnung in Form von Koalitionsbildungen zu verleihen. Insofern ist es wurscht ob Steinmeiner, Merkel, Münte, Steuber oder irgendjemand anderes Kanzler wird. Alles wird bleiben wie es ist. Die Parolen, die Politik, das kranke System. Die Wahl wird gewonnen werden von CDU oder SPD und die werden miteinander, oder eben wahlweise mit den Grünen, oder der FDP zusammen regieren. Die gleichen Politiker werden an der Macht bleiben, nur das eben die Ressorts getauscht werden müssen. So ist es seit 20 Jahren, so wird es auch bleiben. Wieso sollten die Politiker auch dieses eingeschliffene System ändern? Wieso sollte ein Politiker heut zu Tage auch echte Politik betreiben? Ihm geht es doch wie den Managern. Man muss nur lange genug am Ball bleiben, bis man ganz oben sitzt. Hat man sein Mandat, hat man ausgesorgt und ist auch Pensionstechnisch verarztet. Dazu winken noch eine Handvoll hunderttausend EUR Jobs bei verschiedenen Lobbyisten Gruppen und in Aufsichtsräten, das will man sich doch durch ehrliche, einschneidende Veränderungen nicht versauen, oder?

4 Kommentare

  1. Ich hab keine. Trotzdem ist es unser aller Pflicht die Zustände nicht einfach zu aktzeptieren. Das haben wir schon in 2 Diktaturen in den letzten 70 Jahren geschafft. Dazu gehört aber zu erst, das wir darauf aufmerksam werden…

  2. Also bisher bin ich noch unsicher wer meine Stimme bekommt. Ich bin der festen Überzeugung das die gesamte Wahl wertlos ist, da das wählbare alles lässt wie es ist und die wirklich etwas verändern würden wünsche ich nicht mal meinem größten Feind.

    Meist wähle ich was der Wahlomat ausspuckt.

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