der Anfang vom Ende der EU?

Unstillbar war der Hunger der EU Politik in den letzten Jahren nach noch mehr Landgewinn, noch mehr Macht, noch mehr Untertanen. Der Wahnsinn der EU Erweiterungen kannte keine Grenzen. Wenn es genug Bewerber gegeben hätte, würde die EU, heute schon längst von Feuerland bis Südafrika reichen.

Es gab genügend EU Kritiker, wie auch mich, die immer riefen, das die EU schon längst zu überladen sei mit viel zu schwachen Nationen, die noch selbst in einem viel zu frühen Entwicklungstadium steckten. Aber es herrschte die heute vielerseits verschriehene Zockermentalität. Man nahm lieber riskante Erweiterungen in Kauf, in der Hoffnung dass wenn sich diese Nationen dann prächtig entwickeln sollten, die ganze EU dann davon profitieren könne. Dieser Gedanke klingt zwar auf den ersten Gedanken löblich, aber eben nicht wenn als Preis dessen 3-4 starke Länder 20 zu finanzieren haben.

Heute schreiben wir eine andere Zeitrechnung. Die Finanzkrise verwandelt die EU in eine Flammenhölle der Not. Einige Nationen stehen am Rande von schweren Unruhen, wieder andere vorm direkten Staatsbankrott. Das gute alte Europa versucht noch immer zu beschwichtigen, tut dabei als sei es in der Lage, die vielen dutzend vom Bankrott bedrohten Großkonzerne retten zu können. Erst letzte Woche sprach die in Europa zustände Stelle davon den Fond zur Rettung der von Staatsbankrott bedrohten Staaten um 300 Mrd. EUR aufgestockt zu haben und damit jede Gefahr gebannt sei. Eine Woche später muss eine Reihe osteuropäischer Staaten (wie seit langem zu erwarten war) um Hilfe der EU Bitten. In einer Summe jedoch die eben diesen Fond bereits wieder um die aufgestockte Summe auskehren würde. Und was tut good old Europe? Es lehnt ab. Es bestand zwar der Wunsch sich um die Neuaufgenommenen Nationen bereichern zu wollen, doch bei der Entscheidung ob man eine ganze Volkswirtschaft vorm Bankrott rettet oder lieber erst mal einen Arbeitsplatz im eigenen Land (wenn Wahljahr ist), herrscht die Devise- jeder ist sich selbst der nächste.

Nichts mehr da vom 60jährigen Kerngedanken der EU, der sich Brüderlichkeit, Frieden und Nähe auf die Flaggen geschrieben hatte?

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