Auf meine Kosten? Keine Gnade für Opel

Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Geburt, Leben, Tod. Unser gesamtes Leben ist geprägt vom alltäglichen Anfang und täglichen Ende. In einer Gesellschaft wie der unsrigen grassiert jedoch das Problem diesen ewig natürlichen Kreislauf nicht mehr akzeptieren zu wollen. Anstatt eines gesunden Verhältnisses zum Ende der Dinge, sind schönheits OP`s, Anti- Aging und vieles mehr, zum festen Bestandteil unserer Kultur aufgestiegen.
Alles ist endlich und das zählt auch für die Wirtschaft. Ob man es wahr haben will oder nicht, es wird eine Zeit geben in der Coca Cola und Mc Donalds nicht existiert und die Leute fast nicht mehr wissen dass es die mal gab.

Aktuell rufen nun die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertreter die totale Solidarität mit allen Opelanern aus, schreien Parolen wie „jetzt wird um jeden Arbeitsplatz gekämpft“, dabei vergessen sie eines: Opel scheint überschuldet zu sein. Dazu nicht effezient zu arbeiten und die Kosten sind unterm Strich eben zu hoch. Die Muttergesellschaft GM hat in den letzten Jahren so oft versucht zu sanieren und ein zu sparen, ohne Erfolg. Ich habe sie noch vor Augen, die Tagesschauberichte über die Streiks bei Opel, die drohenden Entlassungen, doch immer konnten die Politiker auf Stimmenfang noch das unvermeidliche hinaus zögern.

Und nun soll ich bezahlen? Mein Geld soll nun in Form von staatlichen Beteiligungen und Hilfsfonds verwendet werden um einem Opelaner seine 2.000-3.000€ (bzw. viel mehr) Nettolohn zu finanzieren, während Helden der realen Welt, wie Feuerwehrmänner, Polizisten, oder Ärzte, weniger haben?
Nein! Nicht mit mir! Keine Gnade für Opel! Wenn sich ein Unternehmen nicht selbst trägt, muss es geschlossen werden. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Selbstverständlich wird die Schließung der Opel Werke große Kreise ziehen, doch wenn nicht jetzt, dann wird es später noch schlimmer. Also möchte ich den Gewerkschaften nun hiermit entgegen rufen:
„Habt im Namen der Gesellschaft, endlich Mut zur Konsequenz“

13 Kommentare

  1. Ich kann mich da nur anschließen. Als die Option „Verstaatlichung“ von Opel aufkam, musste ich direkt an die vielen anderen Unternehmen denken, die als Folge der Wirtschaftskrise in den letzten Wochen die Segel streichen mussten. Wäre ich einer dieser Unternehmer, würde ich mich fragen, warum nun ausgerechnet Opel mit der Brechstange gerettet werden soll, aber bei meiner Firma nur traurig geschaut wurde…

  2. Bisschen kurz gedacht…müssen große Unternehmen wie OPEL schließen bedeutet dies einen massiven Einbruch auf dem Arbeitsmarkt…nicht nur OPEL-Mitarbeiter gehen dann Richtung Hartz IV, sondern auch die Mitarbeiter von Zulieferer-Firmen und sonstigen Kooperationspartnern…das bedeutet widerum eine starke Belastung des Staates der nun jede Menge Arbeitslose unterstützen muss und auch die Rentenkassen, Krankenkassen etc. bekommen weniger Beiträge, was diese dann wieder Veranlassen wird zu sparen und gleichzeitig die Beiträge zu erhöhen…

    Dann wird es dir erst richtig ans Geld gehen…

    BTW…Opel steht wirtschaftlich gar nicht so schlecht dar…in einigen Werken schreibt man inzwischen Konstant schwarze Zahlen…GM ist das große Problem.

  3. Es ist auch mal schön so einen Unsinn zu lesen. Ich frag mich echt mit wie wenig Sachverstand man ausgestattet sein muss, um derartige Ergüsse zu veröffentlichen.

    Davon zu sprechen, dass Opel überschuldet ist, ist eine Frechheit. Nicht GM hat versucht Opel zu sanieren, sondern Opel ist das gesündeste Kind in der GM-Gruppe.

    Und solange wir alle das labile Staatsgebilde mitfinanzieren in das Sie auswandern wollen, sollten Sie nicht über Solidarität philosophieren…

    Viel Spaß im gelobten Land und mit europäischem und amerikanischem Geld, ohne das Sie nicht überlebensfähig sein werden und das auch von den Mitarbeitern von Opel stammen wird.

  4. Es ist meiner Meinung kein bißchen Kurz gedacht. Wenn man die Jahrzehntelangen Kohlesubventionen betrachtet, ist es eben manchmal besser der wirtschaft ihren Lauf zu lassen, auch wenn es weh tun. Die Lösung heißt oft langfristig denken! Dazu kommt, das in erster Linie Opelander und Zulieferer mal einen saftigen Gehaltsverzicht in Verbindung mit Mehrarbeit zustimmen sollen, bevor es an meine Kohle geht.

    Wenn es Opel so gut ginge, gäbe es auch heute kein Problem einen Investor zu finden. Profitable Firmen werden auch in diesen Zeiten gern aufgekauft. Da bräuchten wir ja keinen Staat um einen VEB Opel zu gründen.

    @Jens: sehr fundierter, sachlicher Beitrag. Steht Spitze im Zusammenhang mit dem Problem…

  5. Kein Unternehmen das gesund ist braucht 3,3Milliarden EUR und muss trotzdem entlassen. Dazu kommt die Frage wer entscheidet wer gerettet wird?

    10.000 kleine Unternehmen die ohne Kommentar untergehen wiegen schwerer wie ein Konzern mit 30.000 Angestellten + Zulieferer!

  6. „Und solange wir alle das labile Staatsgebilde mitfinanzieren in das Sie auswandern wollen, sollten Sie nicht über Solidarität philosophieren…

    Viel Spaß im gelobten Land und mit europäischem und amerikanischem Geld, ohne das Sie nicht überlebensfähig sein werden und das auch von den Mitarbeitern von Opel stammen wird.“

    Diese Aussage lässt natürlich auf eine unglaubliche Menge an Sachverstand schliessen!!

    Zum Thema: Warum sollte es einem Unternehmen wie Opel anders ergehen als anderen Unternehmen?? Nur weil es eben Opel ist?

    Ich stimme Leonard da in seiner Ausführung voll zu.

    Das soll nicht heißen, dass ich nicht verstehe, dass an einem Untergang von Opel auch sehr viele andre Unternehmen zu Grunde gehen! Jedoch muss ich dieses Dilemma nicht meinem Geld ausmerzen.

  7. Was ist denn das für ein Argument? Weißt du wer auch mal „zu Deutschland gehörte“?

    Borgward
    Trabant
    Wartburg
    Barkas

    und viele viele mehr!

  8. Selten so einen Scheiss gelesen!
    Die Rechtschreibfehler lassen vermuten auf welchem Bildungsstand der Verfasser anzusiedeln ist.

    Bevor du so einen Schmarrn schreibst, geh in die Schule und lerne etwas über Volkswirtschaft, anstatt hier Wirtshausparolen ins Web zu sch(m)eissen.

  9. @Schrödl: Klar könnte Leonard mehr auf seine Rechtschreibung achten. Allein von der Rechtschreibung auf den Bildungsstand zu schließen, ist genauso kurzsichtig wie deine Meinung. Wo ist die Stichhaltigkeit, wo sind die Argumente, wo sind die näheren Ausführungen? Hat man früher, als man eine These als falsch darstellen wollte, nicht Gegenargumente gebracht, um zu zeigen, dass es sich dabei tatsächlich um „Schmarrn“ handelt? Oder bin ich da zu altmodisch? Hat sich das mit der Netzkultur mittlerweile geändert?

    Ich jedenfalls bin Opelfahrer und werde es schade finden, irgendwann keine Originalersatzteile mehr kaufen zu können. Wofür gibt es den freien Markt, irgendwer wird schon Teile in Erstausrüsterqualität nachproduzieren und dann sogar davon profitieren.
    Klar, mit dem Niedergang von Opel werden Zulieferer und ortsansässige Unternehmen, die in irgendeinem Zusammenhang mit Opel und deren Mitarbeitern standen, den Gürtel sehr eng schnallen müssen oder ebenfalls eingehen. Dann kann der Staat wenigstens das Geld verwenden, um einen Großteil der anderen Kleinunternehmer zu retten (Wunschdenken). Zeig mir ein Kartenhaus, das ohne Basis stehen kann.

  10. Ich sehe das zweigeteilt. Opel sollte mit allen Kräften saniert werden. Es ist ein zu großes Unternehmen, um es einfach insolvent gehen zu lassen und es hat nach wie vor Potential. Hätte der Mutterkonzern und unfähige Manager die letzten Jahre sich nicht so schädlich verhalten.
    ABER nicht auf die Art und Weise, dass Deutschland wild irgendwelche Milliarden in den Ring wirft.
    Ich hab mir sehr ausfürhlich Gedanken zu einer sehr unortodoxen und unwahrscheinlichen Variante Gedanken gemacht (siehe Blog) einfach nur um dem aktuellen Krisengelaber entgegenzuwirken.

    Prost aus Hamburg

  11. @Schrödl: Das ist eben der Unterschied. Was für Leute wie dich existenzbedrohend sein könnte, wird empörend als Unfug zurück gewiesen. Keine Argumente, keine logischen Gedankengänge- nur Wut.

    Du schreist nach Volkswirten? Glaub nicht das die deiner Meinung sind. Ich glaube an deinem Text ersehen zu können, das ich dir einfach mal 10 jahre Top Level Management vorraus habe…

    Insofern wünsche ich dir, das du dich mit deinem Leben auseinander setzt, damit dein Leben auch ohne Arbeit Sinn bekommt. Erwarte keinesfalls das die Gesellschaft geopfert wird, damit dein bequemes Leben keine Änderung erfahren muss.

    Freunde dich damit an, dass egal ob mit oder ohne Staatshilfen, Millionen von Menschen dieses Jahr arbeitslos werden.

    Wenn es dich betrifft, ist das ja auch in Ordnung. Da hast du mehr Zeit Rechtschreibfehler im Internet zu korrigieren. Da wirst du einiges zu tun haben…

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