Zeit auf zu stehen

Die Herbstblätter fallen im wunderschönsten rot und gelb, so wie jedes Jahr. Bald wird der Schnee beginnen zu rieseln, deine wohlig warm verpackten Schritte knirschend auf dem Weg. Alsbald wird auch erneut die Sonne beginnen die Tage zu verlängern, die Schneeglöckchen aus dem harten Winterboden zu ziehen. Die Bäume werden wieder, in leichtem, zerbrechlichem Grün erblühen, bis der extatische Tanz der Sonne, die Farben kräftigt. Die Kirschen reifen, die Sonne scheint unablässig heiß auf uns herab und auch dieser Tanz wird erschöpft im rotbraunen Farbenspiel des Herbstes enden.

Beende den Kreislauf der Gewohnheit, greife was dir wirklich am Herzen liegt und breche auf.

Nicht was hinter die liegt, nicht was du hattest, auch nicht was du wolltest aber nie bekamst zählt mehr. Du bist allein. Du allein zählst und was noch aus dir werden wird. Erkenne die Unberechenbarkeit des Lebens als Chance. Niemand weiß was kommen mag, aber du kannst wissen was du bekommen möchtest und es versuchen zu verwirklichen. Viel kann schief gehen, du kannst dich schwer verletzen, falsche Entscheidungen treffen, verlaufen, doch ist der Preis für den Weg um ein vielfaches Wertvoller als der Preis des Stillstandes.

Beende das Warten, beginne zu laufen, weit weit weg von dem was dich hindert frei zu sein.

Schaue dich an, werde dir deiner Stärken bewusst, fördere sie und vergiss den Rest. Entdecke deine Moral, deine tiefsten Wünsche und verfeinere sie. Bedenke, was dir wichtig ist in deinem Leben, beginne zu kämpfen um das was du hast und erarbeite dir das was dir fehlt. Verschließe dich den Zweiflern und Kritikern des Lebens. Allein du hältst es in deinen Händen, es gibt nichts was du nicht im Stande wärst zu erreichen.

September 2006

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