ein bisschen Mitleid für die Superstars

Eben las ich im Promiblog, den meine Frau immer so gern liest:

„Brad Pit verbringt die Feiertage in Frankreich“

Und wollt ihr Wissen was ich tief im Inneren in derselben Sekunde fühlte? Ganz ehrliches Mitleid. Ich meine, stellt euch mal vor, morgen früh wacht ihr auf und ihr seid unfassbar reich. Schön , oder? Zeitgleich seid ihr aber auch so berühmt, das ihr nicht mal im Wald pissen gehen könnt ohne eure Haubitze in die Linse eines Paparazzi zu halten. Stellt euch nun noch vor, ihr wärt kein Mensch mehr, sondern nur noch eine gespielte Figur, eure Frau ist die künstliche Intelligenz der durchschnittlichen Männerfantasie. Ihr seid zusammen, weil es im Prinzip euren Karrieren gut tun. Eine Hand voll Kinder habt ihr quer über dem Planeten zusammen geraubt. Du siehst die Kinder nur selten, da du ja ständig in irgendeine Kamera grinsen musst um das Image zu erhalten. Und nun ist Weihachten. Du musst an Heiligabend daran denken, wie viele Familien, kleine und große, arme und reiche, jetzt fröhlich beisammen sitzen und sich im wahrsten Sinne des Wortes an der herzlichen Wärme ihrer lieben laben. Und du? Du sitzt in einer eiskalten Villa in Paris. Die hast du dir irgendwann mal gekauft, warst noch nie da. Eingerichtet von einem durch geknallten Innenarchitekten. Alles um dich herum hat soviel persönlichen Ausdruck wie der Leipziger Hauptbahnhof. Es ist wunderschön, aber es bist nicht du, es ist nicht dein Heim. Was würdet ihr an dieser Stelle, an Heiligabend tun? Ganz ehrlich? Ich würde anfangen Drogen zu nehmen und zu saufen.

In diesem Sinne bitte eine Schweigeminute für all die Stars nach dessen Persönlichem Leid und Freud wir alltäglich zu lechzen scheinen. Das sind ganz, ganz arme Schweine, die sich uns ihre Seelen verkauft haben und an Tagen wie diesen bestimmt ganz Jämmerlich leiden.

In diesem Sinne
Prost

1 comment

  1. wenn man es genau betrachtet, endet ja auch ein Großteil der Stars im Drogen- oder Alkoholsumpf Ich glaube auch, dass sie keine erfüllten zwischenmenschlichen Beziehungen haben, bis auf die eigene Familie und vielleicht noch der Ehepartner. Aber bei Freunden sind es wohl doch eher Zweckbeziehungen.

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