das Märchen der wundersamen Rettung

Nun ist es soweit, die Worte Staatspleite, Überschuldung und Finanzkrise wurden wie selbstverständlich in unseren Sprachgebrauch integriert. Wie immer konnte die Führungsregime Europas dabei auf das „Frosch- kochende Wasser“ Prinzip zählen. Man hat die Dramatik der Situation über derart viele Jahre verallgemeinert und relativiert, das heute dem typisch unmündigen Bürger die Tatsache einer drohenden Staatspleite kaum noch beängstigend vor kommt.

Das vermeintliche Problem wirkt fremd, weit weg. Es trifft einen am Ende doch nicht, die Banken werden zahlen müssen, gut wir vielleicht als Steuerzahler, so die allgemeine Meinung…

Ein kleiner Überblick
Doch gehen wir tiefer. Mindestens 60 Staaten der Welt sind dramatisch überschuldet (min. 13 in Europa). Die landläufige Meinung es gäbe „reiche Länder“ ist dabei weitgehend falsch. Als Beispiel steht die Schweiz an Platz 18, China an Platz 8. Darüber hinaus geht es den restlichen ca. 60 Ländern nicht viel besser, das heißt sie sind kritisch oder eben schwer verschuldet. Die Mär des Schuldenfreien Staates gibt, oder gab es fast nie, ist also entsprechend „normal“.
Neu ist jedoch die tatsächliche Höhe der weltweiten Schulden, gemessen am weltweiten BIP. Möglich wurden diese suizidalen Entwicklungen nur durch die Einführung des sogenannten FIAT Geldes, das heißt der Loslösung des Geldwertes von Gold. Vor diesem Schritt durften Staaten nur Geld drucken, wenn sie eine dem Wert entsprechende Goldreserve in Rückhand haben. Seit ein paar Jahrzehnten, kann Geld drucken wer und wie viel er mag.

Was ist
Im Moment versuchen die Terrorfürsten der Großbanken, Politik und Wirtschaft noch, ihr Schäfchen ins trockene zu bringen. Als Beispiel haben die europäischen Großbanken die alleinige Hauptverantwortung für die kommende Staatspleite Griechenlands. Ein Fall Griechenlands, bedeutet den Zusammenbruch des Banksystems. Anstatt den Bürgern Griechenlands eine Zukunft zu ermöglichen, wird hinter den Kulissen nun an Plänen erarbeitet, einen notwendigen Schuldenschnitt zu erreichen, der Griechenland und das Bankensystem erhält. Beliebt sind dabei die Druckmittel, Griechenland solle als Ersatz, Staatsunternehmen verkaufen. Was auf den ersten hör, logisch klingt verbirgt eine klassische Trojanische Situation. Die europäischen Banken und Investoren lecken sich schon die Finger,  die griechische Wirtschaft feindlich zu übernehmen…

Gern wird diese Sachlage in den Medien vorab bestritten. Eine Pleite Griechenlands würde (als Beispiel) die Deutsche Bank lediglich ein paar Mrd. € kosten- Peanuts eben. Das ist eine Lüge. Zwar stimmt es das die Deutsche Bank, Griechenlandanleihen in Höhe von lediglich ein paar dutzend Mrd. hält, doch gehören der Deutschen Bank dutzende weitere Banken die wesentlich intensiver in den Märkten der Staatsanleihen stecken. Ein kippen Griechenlands, kippt diese Tochterbanken und damit auch die Großbanken. Darüber hinaus entwertet eine griechische Staatspleite vorab Staatsanleihen anderer stark gefährdeter Länder (Italien, Spanien, Belgien, Portugal, Irland, UK, Frankreich, usw.). Ein kippen dieses gesamten Staatsanleihenmarktes würde von den europäischen Großbanken nur Asche und Staub übrig lassen…
So versuchen die mächtigen das Problem zu vertuschen und suchen noch nach Wegen, am Ende doch als Sieger aus der Situation zu gehen, mit noch mehr Macht, Geld und Einfluss auf unsere Welt…

Was sein wird
Um zu erkennen was uns erwartet muss man nicht unbedingt spekulieren, es gibt zu viele Beispiele. Schauen wir also nicht nach Brasilien, oder Japan der 90ziger, sondern in die USA des jetzt und heute. Dort gibt es Bundesstaaten, die bereits in die Pleite marschiert sind. Jüngstes Beispiel ist der einstige Vorzeigestaat Minnesota. Dort sind seit 01.07.2011 die faktische Staatspleite und der Zahlungsstopp bereits eingetreten. Heute, am 21.07.2011 ist die Situation der Bürger wie folgt:

1. Sämtliche Bedienstete des Bundeslandes sind im unbezahlten Urlaub. Damit verbundene Dienstleistungen können nicht mehr erfüllt werden. Es werden keine Führerscheine, Genehmigungen und Lizenzen mehr ausgestellt, Steuern nicht mehr eingetrieben.
2. Unternehmen bereits betroffen sind, haben geschlossen. Als Beispiel sind einige Brauereien und Restaurants geschlossen, da sie ihre Schank- und Braulizenzen nicht verlängern können
3. Der Handel und die Versorgung ist stark eingeschränkt
4. Der Konsum ist schwer eingeschränkt, durch die Unsicherheit der Verbraucher, wann es denn wieder Geld gibt…

Diese Auswirkungen wären auf nationaler Ebene natürlich noch um ein vielfaches dramatischer, wie genügend Beispiele in den letzten Jahrzehnten auch belegen.

a Way out?!
Einen glimpflichen Ausweg gibt es leider nicht. Die systemische Ursache, sowie die Last des Problems der Schuldenhöhe müssen mit einem Cut im System behoben werden. Glimpflich, folgenlos, oder ohne Auswirkungen auf die Bürger kann das nicht gehen. Das einzige was wir in der Hand haben, ist die Schwere der Dramatik, die uns dann einholt.

Wir hatten bereits 2008 die Möglichkeit, das System unter gehen zu lassen um so in die Zukunft blicken zu können. Spätestens bei der Abstimmung Griechenlands zum neuerlichen Sparpaket, war erneut eine Chance vergeben worden, das System zu Grabe zu tragen. In den nächsten Tagen haben wir erneut die Chance, das die Republikaner in den USA, die Anhebung der Schuldengrenze verhindern und somit einen US Staatsbankrott, somit ein kippen des weltweiten Systems ein zu läuten. Ich hoffe darauf! Denn jede vertane Chance erschwert, verzögert und verhindert einen Neuanfang, eine Zukunft für uns.

Leider glaube ich, das Obama und das EU Regime noch ein paar Tricks finden werden, ihr korruptes System noch ein Stück weiter zu betreiben. Doch es wird nicht mehr viele Monate dauern, bis der letzte Hammer fällt…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.