time goes by

Ich bin in den Achtzigern aufgewachsen, da war alles noch gut. Klar, früher war alles besser, aber mal ehrlich, jeder kennt die Social Network Gruppe- „als ich jung war, haben wir noch draußen gespielt“. Genau so war es auch bei mir, bis auch für mich das Computerzeitalter begann.

Stundenlang habe ich mit meinem damaligen besten Freund „Formel1“ gespielt. Der PC seines Vaters war für damalige Verhältnisse erstklassig. Bis auf die den Informatikunterricht hatte ich jedoch keinen weiteren PC Kontakt. Erst in meiner Lehrzeit, so Ende der neunziger, drückte ich mir die Nase am Dresdner Conrad Elektronik platt. Notebooks und Handys hatten es mir echt angetan. So sehr, dass ich mich dann auch kurz drauf, finanziell übernahm und koste es was es wollen ein Siemens SL10 anschaffte. Toll.

Mitten hinein in den Internetboom gründete ich dann eine Firma, deren Hauptthema GSM Telefonie sein sollte. Was hat sich also in diesen 10-15 Jahren geändert?

Die ersten PCs waren via Modem verbunden, pumpten mit 54k Daten durchs Netz. Oft musste ich die Rechner in der Firma, mal eben über Nacht anlassen um Downloads zu beenden. Heute saugen unsere Rechner mit Leichtigkeit hunderte MB in mal eben 1-2 Minuten. Die Rechenpower und Festplatten haben unvorstellbare Größen erreicht. Man rechnet nicht mehr in Kilobyte sondern in Terabyte.

Ebenso die Entwicklung im Handybereich, die ich ja aus allernächster Nähe mit verfolgen durfte. So waren es einfachste Telefone, mit monochromen Displays, die mein Geschäft im Jahr 2001 bestimmten. Später kamen WAP, Farbdisplays, Kameras und mehr und mehr Funktionen dazu. Heute sitze ich hier, kaum ein Gerät in Firma oder Wohnung, das nicht über ein Touchpanel gesteuert, unfassbare Leistung und Funktionalitäten, immer auf den Punkt genau abliefert. Mein Handy ist ein google Nexus S, neuester Bauart, mit dem modernsten Betriebssystem. 5 Megapixel Kamera. 1 Gigahertz Prozessor (von dem mein PC im Jahr 2000 geträumt hat). Daten Up- und Downloads in Geschwindigkeiten, in denen ein kleinerer DSL Anschluss nicht mehr mithalten kann, Videotelefonie, WLAN. Augmented Reality gehört für mich heute zum Alltag. Es ist selbstverständlich mal eben sein Handy auf das Haus gegenüber zu halten um zu schauen ob dort aktuell jemand twittert, oder Wohnungen frei sind. Alles selbstverständlich.

Technische Entwicklungen hat es schon immer gegeben, auch große, egal ob Dampfmaschine, Glühbirne oder Automobil. Doch nie ging alles derart schnell, aber der größte Unterschied zu früher-nie haben die Menschen, solch enorme technische Revolutionen derart gleichgültig und selbstverständlich aufgefasst. Kein Mensch macht sich Gedanken mehr über die Art und Weise, in der auch die nächste technische Funktion unsere Zukunft verändern oder bestimmen könnte. Die Anschaffung eines Fernsehers oder Autos war vor 30 Jahren noch eine Familienentscheidung. Was wird sich ändern? Brauchen wir das? Heute müssen wir einfach dabei sein.

Ihr findet mich dann also jetzt auch bei google+ und ja, auch in Kürze kommt wieder ein neues iPhone und ja es wird viel besser sein wie der Vorgänger- was sonst…

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