Berlin 1945- jüdische Touristengruppe bei Schlacht um Reichstag verletzt

Die Dämlichkeit des europäischen Wahlviehs produziert regelmäßig Schlagzeilen, die so, in einer Gesellschaft mit selbstständig und frei denkenden Menschen, nicht möglich wären. Die großartigste der letzten Wochen kommt aus Dänemark, bzw. Somalia. Genau dort wurden nämlich 3 dänische Kinder und 2 Erwachsene, während eines Segeltörns von Piraten aufgebracht und entführt.

Während ich das schreibe, kann ich mich vor Lachen echt kaum auf dem Stuhl halten. Ein Familiensegeltörn in ausgewiesenem Piratengewässer? Das ist fast wie Sonntags mit den Kleinen, Pilze in einem kroatischen Minenfeld suchen. Es handelt sich hier ja auch nicht um Einzelfälle, nein, der Hang zur völligen Sorglosigkeit und Überlegenheit gegenüber der Realität anderer Menschen, wird den Europäern mit der Muttermilch eingeflößt.

So sehr ich auch darüber nachdenke, mir fallen kaum vergleichbare Meldungen aus anderen Zeiten ein und wenn, dann hätten Sie wohl wie folgt gelautet:
„Berlin, Februar 1945
Bei heftigen Feuergefechten zwischen deutschen und russischen Truppen um den Reichstag kam es erneut zu kollateral Schäden. Eine Gruppe jüdischer Touristen geriet während einer Stadtrundfahrt versehentlich zwischen die Fronten. Ein 40 jähriger Familienvater kam ums Leben, während die schwangere Mutter und zwei Kleinkinder von russischen Truppen gerettet werden konnten.“


Als moralischer und denkender Mensch, befinde ich mich nun auch selbst in einer Zwickmühle. Was soll man sich nun eigentlich wünschen?
Dass die Familie gerettet wird, weil man ja immer allen nur das Beste wünschen soll? Dann kostet dies den dänischen Steuerzahler aber wieder Millionen. Von dem Geld kaufen die somalischen Piraten dann schwere Waffen, mit denen wiederum hunderte afrikanische Kinder hingerichtet werden. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass ermuntert von einem positiven Ausgang, sich schon die nächsten glücklichen Familien auf den Weg machen um die exotische Welt des indischen Ozeans zu erkunden.

Bleibt also nur zu hoffen, dass die Familie ausgelöscht wird? Wohl auch nicht, denn TUI und die anderen politischen Kräfte unserer Welt werden natürlich verhindern, dass die Nachricht allzu hoch kocht. Man will ja in eh schon harten Zeiten nicht auch noch dem Tourismus schaden.

So werden wir wohl weiter mit derart irrsinnigen Meldungen überschüttet und während ich dies schreibe, packen viele Leute emsig ihren Rucksack…

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