Gutmensch, laut Definition eine meist abwertend gemeinte Bezeichnung für Einzelpersonen oder Personengruppen („Gutmenschentum“), denen ein übertrieben moralisierendes oder naives Verhalten unterstellt wird. In der politischen Rhetorik wird Gutmensch als Kampfbegriff verwendet. Der Neologismus leitet sich von „guter Mensch“ ab – und wendet die positive Bedeutung ins Gegenteil.

Über diese Definition hinaus haben sich schon dutzende Abhandlungen mit der Entartung dieses Wortes und der dahinter stehenden Personen befasst. Ich will heute einmal den Versuch unternehmen diesen, ja immer noch die Mehrheit in diesem Land stellenden Personenkreis sichtbar zu machen. In Diskussionen ist das schnell ersichtlich. Ein Gutmensch ist immer jemand der eine Meinung hat, die meistens von einer selbstverleugnenden Toleranz, dabei aber paradox einer fast schon pathologisch krankhaftem Hatz auf andersdenkender und einem illusorisch übertriebenen Wahn zum ewigen Weltfrieden geprägt ist. Woran erkennt man aber nun einen Gutmenschen im Alltag?

Nach meiner Erfahrung und Beobachtung ist er wie folgt zu erkennen.

Gutmenschen sind die Mitbürger die:
… vom Klima reden, aber interkontinental Flugreisen für Urlaubsreisen unternehmen
… bei Unfällen am meisten gaffen
… bei Schlägereien o.ä. weiter gehen
… Müll trennen, aber nicht vermeiden
… einen 15jährigen Muslim mit Granatwerfer bemitleiden, sich aber vor einem 50 jährigen überzeugten Christen fürchten
… den Großen Wandel predigen, sich aber jeglicher fundamentaler Veränderung im eigenen Leben verschließen. Die Tatsache das nichts bleibt wie es ist und die Welt in 30 Jahren genauso fremd ist, wie sie das für uns vor 30 Jahren war, macht dem Gutmenschen Angst. (die Veränderungen die er jedoch unterbewusst spürt, aber nicht wahrhaben will werden ignoriert, kleingeredet oder einfach via „Toleranz“ in das Leben integriert- so konnte auch Hitlerdeutschland entstehen)
… träumt in seinem Leben vom großen Wurf, traut sich aber nie den ersten Schritt zu machen
… scheut jegliche Art von Risiko (im Prinzip scheint ihm das Leben Angst zu machen)
… bucht Ökostrom, denkt aber nicht daran welchen ein zu sparen, bzw. auf Komfort zu verzichten
… ächtet Killerspiele und Waffen, kann aber ohne Cobra 11, Bruce Willis oder den all sonntäglichen Tatort nicht existieren. Horrorfilme, Strömendes Blut Mord und Totschlag sind solange cool, wie es auf seinem Medium laufen)

Dies alles zeigt, der Gutmensch hat Angst vorm Leben, er scheut sich ernsthafte Entscheidungen zu treffen, ist insofern eigentlich nur unreif. Woran ich das festmache? Nun, zuerst natürlich an den oben genannten Punkten, aber auch an einem immer wieder beobachteten Diskussionsmuster. Fragen Sie den Gutmenschen einmal ob Krieg X „richtig“, war. Er wird empört verneinen. Jedoch eine alternative wird er ihnen keinesfalls nennen können (Mangel an Entscheidungsfähigkeit- siehe oben). Wenn Sie ihn nun noch genug unter Druck setzen, wird er recht bald die gute Seite des als Beispiel genannten Krieges, als blutigen Aggressor hinstellen, als wahren Schuldigen. Der einzige Krieg den ein Gutmensch fast immer als richtig einstuft ist der Zweite Weltkrieg. Denn die panischste Angst des Gutmenschen, wäre als Rechts abgestempelt zu werden. Die Wiederholungsmuster aller Kriege, verdrängt er dabei erfolgreich.

Selbstverständlich, liebe Gutmenschen, könnt ihr euch die verallgemeinernden Posts „Was? Meine Oma ist ein Gutmensch weil Sie Tatort schaut“ sparen. Wie ich angeführt habe, würde auch eure Oma dazu zählen, wenn sie denn Tatort schaut, aber die einführende Bedingung auch erfüllt und selbstverständlich ist das Gutmenschentum auch nicht nur an einer Tatsache auf zu hängen…
Meine Beispiele sind also eben flockig aufgezählte „Beispiele“, die nicht den Anspruch an wissenschaftliche Korrektheit oder Vollständigkeit hegen. (ich komme mir schon vor wie bei eBay, wo man an jedes Auktionsende schreiben muss „Spaßbieter hören von meinem Anwalt, die Ware ist 3 Tage nach Auktionsende ab zu holen :D )