26 Jan
unfassbar was es für seltsame Menschen gibt. Der wird doch nicht im Ernst annehmen, das sich auf diese Anzeige und das Profilbild eine Personalabteilung meldet…, oder doch?
11 Jan
Aktuell habe ich leider gar keine Zeit für neue Blogeinträge, der Verlag, unser Umzug und das übliche private Kleingedöns fordern eben Ihren Tribut. Heute jedoch bin ich im Edeka am Zeitungsstand fast zusammen gebrochen, was selbstverständlich einen Eintrag hier wert ist:
“Fällt die Klima-Katastrophe aus?
Fehlende Sonnenaktivität könnte eine neue Kalt-Zeit auslösen”
…war die meine Reaktion auslösende Schlagzeile, die mich von einem Focus Titel (Nr.2 11.01.2010) anklotzte.
Nachdem ich meinen Lachanfall verwunden hatte, musste ich die Ausgabe natürlich kaufen und sofort noch im Laden auf Seite 48 die Titelstory nachschlagen. Tatsache. Ne neue Eiszeit ist auf dem Weg zu uns. Klimaerwärmung war gestern. Der frühere Direktor der Freien Universität Berlin, Horst Malberg wird Zitiert mit: „… das Treibhausgas Co2 ist an der aktuellen Klimaveränderung unschuldig…, die wahre Ursache ist die Sonne“. Weiter wird angeführt, dass es schon rechnerisch unmöglich ist, das CO2 in den letzten Jahren, oder auch in den kommenden, Einfluss auf unser Klima haben wird. Zum Schluss wird noch über die Möglichkeit einer neuen Eiszeit sinniert…
Also ich weiß nicht. Im Prinzip überrascht mich diese Wende nicht. Schließlich habe ich dies Wort für Wort so bereits seit 2 Jahren hier beschrieben. Ja, ich habe sogar angeführt, dass man am Ende der Erwärmungsdebatte wieder eine Eiszeitpanik verfallen wird.
In so fern war es ein guter Tag, nur ein schlechter für die ganzen ferngesteuerten Ökonerds…?
28 Dez
Das Jahr neigt sich dem Ende und mit ihm auch ein ganzes Jahrzehnt. Es waren schwierige Zeiten. Oberflächlich gesehen ging es den allermeisten von uns sehr gut. Doch wenn man es genau betrachtet, läutete das nun auslaufende Jahrzehnt eine neue Zeitrechnung ein.
Seit dem Jahr 2000 flammten überall auf der Welt große Kriege auf, die Zahl der Unternehmensinsolvenzen überschlug sich von Jahr zu Jahr. In Deutschland kamen noch knapp 600.000 Privatinsolvenzen hinzu. Vorher nie für möglich gehaltener Abbau von Sozialleistungen und Freiheiten wurde schleichend durch gesetzt, während soziale Unruhen ganz langsam Europas Mitte erreichen. Allein in den letzten 24 Monaten brannte die Pariser Innenstadt unzählige Male, Griechenlands Hauptstadt Athen ist zeitweise Bürgerkriegsgebiet. Spanien und Island erlagen mehrfach dem totalen Chaos. In Berlin brannten hunderte Autos, in Frankfurt gibt es mindestens einmal die Woche einen Anschlag auf eine Bank und in Hamburg greift der schwarze Block schon unverhohlen ganze Polizeireviere an.
Auch wenn ich in diesen Tagen lieber etwas anderes sagen würde, so sollten wir doch mit dem Wissen in die neue Zeit gehen, das nichts besser wird. Eher im Gegenteil. Das nächste Jahrzehnt wird entbehrungsreicher und härter als alles was unsere Generationen bisher kennen gelernt haben.
Zeit sich zu besinnen, Zeit zusammen zu rücken, Zeit die Gläser zu heben und zu singen…
Dank an meine Familie, Freunde und Leser
Was uns nicht umbring, macht uns härter
2010 – nicht ohne uns
7 Dez
Von Bjørn Lomborg
Warum die Menschheit den Klimaschutz vertagen sollte.
Die schlimmsten Befürchtungen vieler Delegierter der Kopenhagener Klimaverhandlungen sind bereits wahr geworden: Der offizielle Versuch, das Kyoto-Protokoll zu ersetzen, wird wohl scheitern. Am Ende der Verhandlungen wird kein Plan zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen stehen.
Schon bereiten sich frustrierte Umweltkämpfer darauf vor, ihre Protestbanner auszurollen, und Politiker pokern darum, wie sie den Gipfel doch noch zum Erfolg deklarieren könnten. Doch weder die Demonstrationen noch ein bedeutungsloses politisches Übereinkommen bedeuten einen Triumph über die globale Erwärmung. Indes, das Scheitern selbst könnte ein Erfolg sein, vor allem, wenn die Entscheidungsträger sich über die Gründe dafür klar werden. Denn eine Vereinbarung über drastische, kurzfristige Einschnitte beim Kohlendioxid würden sich ohnehin als trügerisch erweisen, weshalb sie klügere Optionen erwägen sollten.
weiterlesen via Essay: Scheitern wäre ein Erfolg – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Wissenschaft.
30 Nov
Von Henryk M. Broder 30. November 2009, 12:39 Uhr
Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Islamisierung ihres Landes entschieden hat. Aber nicht gegen die Religionsfreiheit oder den Islam als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie der Verbote für Religionen im Orient und Okzident.
weiterlesen viaKommentar zum Minarettverbot: Einer muss den Anfang machen – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE.
Hätte man weder besser ausrdrücken, noch schreiben können.
24 Nov
Für gewöhnlich dusel ich nachts bei seichter Radiounterhaltung des Deutschlandfunks ein. So auch vorletzte Woche Montag, als mich der Sprecher aufschreckt:
„Robert Enke ist tot“
„Wer zur Hölle ist Robert Enke?“
Die Frage wurde umgehend beantwortet.
“Fußballtorwart…, Nationalmannschaft…, vor Zug geschmissen…, bla, bla, bla…”
Damit war das Thema eigentlich für mich abgegessen, aber denkste, der Nachrichtensprecher kochte die Meldung aller 2 Minuten, in einem sich ständig dramatisierendem Tonfall neu auf- bis ich das Radio ausschmiss. Am nächste Morgen dann ging’s weiter- Breakingnews Balken auf allen Sendern und die Top Themen aller Nachrichtenwebsiten waren auf diesen Robert Enke getrimmt. Da ich diesen Namen aber in der Nacht zuvor zum ersten Mal gehört hatte und nicht der dümmste deutsche sein wollte, bemühte ich mal Wiki. Dort konnte ich dann lesen, das dieser Typ seit kurzem wohl in der Nationalelf Torwart war, ein schweres Leben hatte, wie alle anderen, noch keine WM Teilnahme vorweisen konnte und letztendlich an seiner Depression verstorben ist (ein Selbstmörder halt).
Nun wollte ich das Thema endlich abgehakt wissen, doch im Gegenteil, jeder Tag dieser Woche wurde schlimmer. Enke hier, Enke da. Ein Volk weinte (was für ein beklopptes Volk), die Nachrichten wussten über nichts anderes mehr zu berichten (warum auch, wir haben ja keine anderen Probleme) und alles mündete darin, dass man den, von einem Zug zerfetzten Leichnam vor 40.000 fremden in einem Stadion (wie toppen wir das eigentlich wenn man jemand wichtiges stirbt) aufbahrte…
Tja, das leben muss weiter gehen- dachte ich. Doch erntete nur abfälliges Kopfschütteln, oder lachen wenn ich eingestehen musste dass ich nicht wusste wer Robert Enke war, wenn er sich denn nicht in den kalten Radreifen eines Interregio gequetscht hätte. Also heuchelte ich etwas Anteilnahme, um unbehelligt durch die Woche zu kommen. Ich überlegte kurz als Demonstration meines Mitgefühls, all mein Hab und Gut der bald gegründeten Robert Enke Stiftung zu vermachen. Besann mich aber bald- hab ich mich für Jacko nicht interessiert, dann fürn guten Robert auch nicht. Ich ging zur Tagesordnung über und in den Penny einkaufen. Schließlich muss meine Familie ja trotz Robert was zu essen haben.
An der Kasse viel mir eine Frau mit ihrem circa 3 jährigen Jungen auf. Während mein Wochenendeinkauf kaum in einen Wagen passt und selten unter 100EUR kostet, passte ihrer in einen Beutel. Er umfasste trotzdem ziemlich genau 3 vollen Mahlzeiten, kostete aber exakt 20EUR. Die Frau war nicht verwahrlost oder so, doch sah man ihr auch an das sie verdammt wenig Geld hat. Als ich sie beobachtete wie unruhig sie ihre EC Karte zum zahlen aus der Tasche nestelte, viel ich mir sofort selbst ein, wie ich vor 10 Jahren an der Plus Kasse zahlte, betend das die Bank doch nur diese eine Überziehung durch gehen ließe.
Und tatsächlich:
„Zahlung nicht möglich“ plärrte die Kassiererin zu der Frau und streckte ihr die Karte entgegen.
Während der Junge an seiner Mutter traurig hochblickte und sie der Kassiererin
„das ist doch unmöglich, probieren Sie es doch noch einmal“ entgegnete, begann in mir ein Kampf. Ich sollte der Frau einfach schnell 20EUR in die Hand drücken. Nicht dass ich es zu viel hätte, aber einstecken hatte ich sie, ich kannte solche Situation selber, der kleine Junge, ja ich gebe es ihr. Kaum hatte ich diesen Gedanken zu Ende gedacht, war die Frau verschwunden. Der Einkauf an der Kasse liegen geblieben, sie wolle
„nur fix Geld am Automaten holen gehen“.
Ich war der nächste. Ich packte alles aufs Band, ließ kassieren, bezahlte bar, ging zum Auto und verpackte dort alles wie gewohnt. Ich war schon beinahe fertig, als die Frau von eben, an mir vorbei, aus dem Geldautomatenhäusschen kam. Der kleine Junge, den sie jetzt fast hinterher schleifte, schaute mich im vorbei gehen, tottraurig, aber irgendwie auch sehr tapfer an.
Ich packte fertig und schloss den Kofferraum. „Ich muss ihr hinterher. Was sind jetzt schon 20EUR, sie brauch das Essen für den kleinen“ ich kenne einfach zu gut das Gefühl aus meiner Vergangenheit…
Ich schloss den Wagen ab und lief ihr langsam nach. Ich begann zu überlegen wie ich es anstellen könnte. Wie könnte ich ihr das Geld geben, ohne dass ihr Junge das mitbekommt. Wie kann ich die Frau dazu kriegen das Geld überhaupt an zu nehmen? Mit Sicherheit würde sie es ablehnen und sich schämen… Ich grübelte hin und her und lief den beiden so bestimmt einen Kilometer nach. Die Straße entlang, eine Seitenstraße ab, in eine Gartensparte. Wohnen die hier? Das Mitgefühl packte mich immer mehr. Der kleine Junge sagte irgendetwas mit einer traurigen Stimme. Die Mutter hielt an und drückte ihn. Ich glaube sie hat geweint. Ich konnte nicht mehr- so falsch es auch ist- ich drehte um. Ich wollte schon allein vermeiden dass die beiden mich bemerkten. Ich tat so als wär nix gewesen und lief wieder zum Auto. Total zerrissen von Vorwürfen und Zweifeln. Als ich mich noch einmal umdrehte, waren sie weg, abgebogen in einen der Gärten…
Am Pennymarkt vor meinem Auto angekommen, standen zwei Männer vor der Tür und bedauerten Robert Enkes tot.
22 Nov
Der folgende Beitrag enthält arrogante, egoistische und Selbstbeweihräuchernde Sätze. Menschen die meine Schreibe und meine Meinungen nicht mögen, seien gebeten die Seite jetzt einfach mal wieder zu verlassen ohne weiter zu lesen. Ich verspreche euch bald wieder zu schreiben was auch euch anspricht.
Ein solches Blog zu führen macht Arbeit, das ist klar. Erst Recht wenn man des Öfteren Dinge ausspricht und schreibt die nicht dem Mainstream und Presse O-Ton entsprechen. Die beste Entlohnung ist dabei wenn man im Nachhinein weiß Recht gehabt zu haben, obwohl viele das mal wieder nicht Glauben konnten.
Ich behandele ja hier bisher nur ein ca. halbes Dutzend Kernaussagen. Die Masse basiert eben auf Zukunftsvorhersagen oder dem uminterpretieren heute gängiger Theorien. Bei den meisten ist auch heute nach zwei Jahren noch offen, ob ich Recht behalten werde, doch gibt es eben auch Einträge in diesem Blog in denen man schon jetzt abreißen kann das meine damalige Aussage korrekt war.
Wie zum Beispiel die große Zeit der Obamania, in der hunderttausende Europäer dem noch nicht mal als US Präsident bestätigten Barack Hussein Obama als Erlöser der neuen und alten Welt huldigte. Mit seiner Rhetorik verstand er alle zu fesseln und eine allgemeine Führerrolle ein zu nehmen. Heute nun ist er nicht nur als Präsident bestätigt, sondern als solches auch schon seit einem Jahr im Amt. Passiert ist allerdings in dieser langen Zeit nichts. Große geschwollene reden, von Weltfrieden und gegen den Hunger, sind immer noch seins, ganz klar. Doch Taten folgten bisher keine. Die Amerikaner sind mit ihrem Präsidenten ähnlich zufrieden und unzufrieden wie mit George Bush und das im US Fernsehen beliebte Obamameter, das anzeigt wie viele Versprechen Mr. Change bisher eingelöst hat, zeigt 0 vollständig eingelöste, dagegen aber schon 7 vollständig gebrochene Versprechen. Nach zu lesen war diese eingetroffene Vorhersage, das Obama auch nur mit Wasser kocht, an vielen Stellen meiner Seite.
Ähnlich verhält es sich auch mit dem Dauerbrenner „Klimawandel“. Schon vor etlichen Monaten hatte ich angekündigt, das es schon bald ruhig werden wird um das Thema, bis man dann feststellt, das die Klimaveränderung wie durch Wunderhand gestoppt sei (was natürlich nicht bedeutet das wir nicht am Ende doch alle untergehen werden)-. Genau dies ist nun Geschehen. Bereits letzte Woche veröffentlichte die renommierte und für den Klimarat arbeitende Hadley Stiftung einen Bericht, nachdem wenn man alle Phänomene wie zBsp. den El Nino berücksichtigt, effektiv eine Klimaerwärmung um 0C stattgefunden hat- kurz gesagt gar keine. Eigentlich wollte ich schon letzte Woche darüber berichtet, doch die allseits beliebten Qualitätsmedien verbannten diese Berichte bereits nach Stunden wieder von den Webseiten. Am Ende fanden sich nur noch Querverweise und ein Artikel in der Bildzeitung. Da ich weiß dass dies keiner der hier lesenden Leute akzeptiert, habe ich`s gelassen. Doch mittlerweile kommen immer mehr Wissenschaftler zu dem Schluss das a) die letzten Jahre keine Klimaerwärmung stattgefunden hat, b) zurzeit auch keine stattfindet und c) dies auch die nächsten Jahre so bleiben wird. Besonders gefallen mir Zitate wie das des Direktors des Max Planck Institutes: “Wir wissen nicht so recht, warum sich diese Stagnation gerade abspielt.” Denn genau solche Aussagen benutze ich seit Monaten. Wir wissen nichts. Alles ist Theorie und das Beste ist die Bezeichnung der Klimaforscher, nämlich Klimamodellierer… Zum Schluss vergessen all diese Typen natürlich auch nicht den Rest meiner Ankündigung zu erfüllen, in dem sie sagen: „es ist zwar gestern nichts, passiert, heute auch nicht und wie wir fest gestellt haben bleibt das auch morgen so- aber übermorgen- wir alles furchtbar…”
Tja, meine Freunde. Recht gehabt! Es ist genau wie ich immer gesagt habe, es ist Fakt das wir die Erde schonen müssen, aber bisher wissen wir weder wie, noch warum. Genauso ist es hokuspokus, das nur weil der Mensch gerade mal seit 30 Jahren Thermometer ablesen kann, aus diesem kurzen Messabschnitt zu folgern, dass wir bald alle untergehen. Das war in den 70zigern falsch, als man androhte das die Eiszeit in 20Jahren Südeuropa vereist und das ist heute falsch wenn man sagt bis 2050 steht die Nordsee bis München. Es ist und bleibt Propaganda, falsch verstandene Wissenschaft und ein großes Geschäft. Das ich diese beiden Dinge (und sicherlich auch andere), Recht treffend vorher gesehen habe, liegt dabei einzig und allein daran, das ich ständig zusammenhänge suche. Atomkraft nein danke, ist ein Klasseslogan, aber eben sehr kurz gedacht. Wenn man tiefer und tiefer den sich verstrickenden Fakten folgt kommt man auf eine tiefere Wahrheit und das bei allem was uns täglich begegnet.
Naja, mal sehen wie sich die nächsten 2 Jahre entwickeln. Bei diesen zwei Top Themen hat es mich gefreut recht zu haben. Ich fürchte stark, das ich dasselbe in 6-8 Monaten aber auch über die Finanzkrisenauswirkungen schreiben werden muss. Und Gott steh uns bei, dass ich mich wenigstens in der Islam- und Iranfrage immer geirrt habe.
Nachtrag: Eben tickern die Meldungen über die gefakte Klimaforschung langsam durch, genial. Ich hoffe mal das all die C o2 Wahnies damit nun wenigstens beginnen nach zu denken:
http://www.eike-klima-energie.eu/news-anzeige/hackerangriff-auf-die-britischen-climate-research-unit-cru-hunderte-mails-merkwuerdigen-inhaltes-fuehrender-ipcc-forscher-veroeffentlicht/
http://blogs.news.com.au/heraldsun/andrewbolt/index.php/heraldsun/comments/hadley_hacked#63657
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/watergate_der_klimaforschung/
http://blogs.telegraph.co.uk/news/jamesdelingpole/100017393/climategate-the-final-nail-in-the-coffin-of-anthropogenic-global-warming/
20 Nov
Nun ist Chemnitz endgültig tot, so die einhellige Meinung zu den aktuellen Kürzungsplänen der Stadt. Darin sollen die Mittel fast aller noch verbliebener Kulturangebote wie das des Kulturhaus Tietz, der Stadtbibliothek Chemnitz, den Chemnitzer Museen, dem Theater Chemnitz und dem Jugendzentrum AJZ (u.v.v.m.) drastisch gekürzt werden. Sofort wird propagandistisch zu Demos „Gegen den sozialen Kahlschlag“ aufgerufen und jedermann ist empört. Und ich? Ich bin völlig fassungslos, denn ich frage mich ganz ernsthaft: „Seid ihr alle bescheuert?“
Während ihr es euch die letzten Monate mit Aldi Wein und „das Supertalent“ auf dem Sofa gemütlich gemacht habt, ist der verheerendste Wirtschaftstsunami der letzten 80 Jahre über den gesamten Planeten gefegt. Beinahe ein Drittel der allgegenwärtigen Institutionen (Quelle, Rosenthal, Märklin, Dresdner Bank usw.usf.) liegt in Trümmern, die restlichen zwei Drittel wanken. Es gibt effektiv kein deutsches Unternehmen von dem man mit 100%iger Sicherheit behaupten kann, dass es auch in 2 Jahren noch existiert. Natürlich, wenn man sich nicht mit Wirtschaft beschäftigt, studiert, Beamter ist oder zufällig nicht bei einem der Megakonzerne arbeitet, hat man bisher recht wenig selbst abbekommen. Die Zeichen stehen jedoch eindeutig, seit vielen Monaten auf Sturm. Selbst die Politik warnt jetzt offen, vor sehr viel schwereren Zeiten.
Eine gestrichene Stelle in einem Kulturzentrum ist verdammt ärgerlich, wir brauchen diese Kulturellen Stätten, gerade in Chemnitz. Doch meint ihr das war alles? Das ist der klitzekleine Anfang. Wir werden zu tun haben im Frühjahr 2010 die öffentliche Sicherheit irgendwie aufrecht zu erhalten, die kommende Massenarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, eine gestrichene Stelle in der Bibliothek ist echt unser kleinstes Problem. Der totale Zusammenbruch eines Finanzsystems ist im Gange und ihr schreit nach Geld? Ich bin zweifelsohne der allerletzte, der glaubt in Deutschland wäre alles in Ordnung oder gerecht verteilt, aber sagt mir doch bitte wo das Geld angesichts unseres Schuldenstandes herkommen soll? Es ist einfach nix mehr da. Niente. Finito. Mag sein das man in der Vergangenheit falsch verteilt hat, aber dafür ist es heute echt zu spät…
Wollen wir vielleicht schon heute (anstatt in ein paar Monaten) die halbe Stadtverwaltung entlassen, um ein Theater betreiben zu können? Die Linken werfen der Stadt vor, aus rechten Motiven zu handeln oder Fördergelder dem AJZ zu sperren, obwohl die Volksmusikfeste weiter finanziert werden. Doch an all dem erkenne ich kein System. Im Prinzip wird überall gespart, eine Linkslastigkeit lässt sich nicht erkennen und dass die Stadthalle weiter bezuschusst wird, weil ganz einfach Busladungen voller Rentner Kohle in die Kasse bringen, ist nur allzu verständlich.
Das schlimmste ist aber die schmarotzende Grundhaltung „Ich bin zu teuer für diese Stadt“ lautet das Motto einer eilig einberufenen Demo. Daran werden auch mit Sicherheit ein paar tausend Leute teilnehmen und emsig kommunistische Parolen in die Luft halten. Wir wollen Geld, wir tun zwar nix, aber wir wollen ausgezahlt werden. Was halten denn die feinen Damen und Herren davon, sich persönlich einmal ein zu setzen? Das AJZ ist toll? Klar! Wenn also nur jeder 5te Demoteilnehmer pro Monat eine einzige Stunde gemeinnützige Arbeit im AJZ leistet, ist die ganze Show gerettet. Spendet Klamotten, Spielzeuge und Geld und wieder ist mit tausenden Händen mehr getan als mit 10.000€. Meine Freunde, das hat etwas zu tun mit Moral, Anstand und denken fürs Gemeinwohl. Ist nicht aber scheinbar nicht jedermanns, ich weiß…